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Sturz ins Dunkel / Hermann E. Riemer
Entstehung
Seite
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schön. Vor allem aber waren sie alle sehr fröhlich und glücklich darüber, daß sie es nun etwas besser haben sollten. Die Sache hatte ja auch ganz den An- schein. Beide Geschlechter brauchten nicht zu ar- beiten, lagen in ihren Baracken und schliefen oder sonnten sich. Wohl bereitete ihnen das erlittene Schicksal noch manchen Schmerz und sig klagten oft über die Härte, mit der man sie von ihren Angehöri- gen getrennt hatte, aber der Umstand, daß ihr persön- liches Los sich nun wandeln sollte, ließ doch bald die Wunden vernarben..

Ein paar Monate verstrichen und inzwischen wurde die Gaskammer fertiggestellt das grausige Werk konnte beginnen. Bald verbreitete sich die Nach- richt, daß die Juden weiter in ein anderes Lager transportiert werden sollten, wo sie es noch besser haben würden. Tatsächlich hat niemand von uns in diesem Augenblick an die Gaskammer gedacht.

Eines abends nach dem Appell wurden die ersten dreißig Juden in ein Auto verpackt und aus demLager gefahren. Es gab ein freudiges Winken und ein ‚hoff- nungsvollesAuf Wiedersehen! Auf Wiedersehen!

Doch die Fahrt dauerte nicht lange. Sechshundert Meter weiter, auf dem Struthof, hieß es: Alles aus- steigen!

Ihr sollt noch gründlich desinfiziert werden, damit ihr um Himmels willen kein Ungeziefer in euer neues Heim mitbringt. Kleidet euch aus und geht in den Desinfektionsraum. Und dann fiel die Tür zu und wurde verriegelt...

Am anderen Morgen mußten wir die übrig geblie-

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