Baugewal-
in arbeitete
eine gute
yen Stunde versehene arton recht eine Werk- en. Eines yon einen
tfe einen
Konkurrenten, der sich auf die gleiche Weise Mittag- essen beschaffte. Vorsichtig wollte ich den Deckel abheben— siehe da: der Karton enthielt wirklich Margarine. Ich besann mich nicht lange, stellte den meinen daneben, nahm die Margarine unter den Arm und zog mich unauffällig in mein Atelier zurück, um mein Beutegut in Sicherheit zu bringen. Die Sache klappte vorzüglich und niemand ist dahinter gekom- men, wo der Karton Margarine geblieben sein könnte. Wir aber hatten für einige Wochen ausreichenden Brotaufstrich.
Das Mittagessen für die Truppe mußten wir mit- tags und abends in großen blauen, fünfzig Liter fas- senden Kesseln ins Lager hochtragen, eine Arbeit, die viele Schweißtropfen und manchen Fluch kostete. Diese Kessel wurden von Zeit zu Zeit neu gestrichen und mit Aufschriften versehen. Es gab Tage, an denen ich in meiner Werkstatt eine Kesselsammlung besaß. Einmal nun fand ich auf der Rampe, wo sie für den Transport bereitgestellt wurden, ein ziemlich deran- giertes Exemplar und wollte es in meine Werkstatt tragen. Aber der Kessel war zu schwer, denn er ent- hielt fünfzig Liter dicke, süße Haferflocken mit Milch, begehrenswerte süße Haferflocken. Ich rief zwei Russenhäftlinge herbei und ließ ihn in meine Werkstatt tragen. Und dann erhielt das ganze Strut- hofkommando, einer nach dem andern, einen Liter Haferflocken. Die Sache ist nie aufgefallen:...
Ich malte weniger Schriftschilder, als vielmehr Bil- der. Vornehmlich der Bauleiter hatte dauernd Wün- sche an mich, an deren Erfüllung ich mich nicht vor-
79


