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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Worte bei Euch nicht vergeblich gewesen sind. Wahrlich, es gibt nichts Höheres auf Erden, als eine Gemeinschaft des Blutes, die zugleich Ge­meinschaft des Glaubens, der Treue und der Liebe ist. Notzeiten aber können erst die Probe bringen. Nun ist sie erbracht. Dafür danke ich Gott ."

Den beiden ältesten Kindern, die seinerzeit zum Militär und Arbeitsdienst aus dem Hause gingen, schrieb er:

,, Nicht grübeln! glauben!

-

Hoch über Hadern und Hassen, hoch über allem Geschehen,

Sonnenhoch über dem, was wir leben und sehen, Unsere Gedanken nicht fassen,

Sonnensicher bleibt eines bestehen:

Gott ist gut!

Freund, das darf keiner uns rauben!"

Seine geliebte Gattin munterte er immer auf und wies sie tröstend hin auf das Leid anderer: ,, Willst Du, eignes Leid zu tragen,

Dir Dein Herze kräftigen,

Lerne mit der andern Klagen edel Dich beschäftigen!

Wie Dein Blick dadurch erweitert,

So wird auch Dein Herz erheitert.

Ich grüße Euch mit 2. Kor. 1, 3-12 und Mk. 5, 36." Es ist, als ahne er sein künftiges Schicksal und als wolle er die Seinen auf das Kommende vor­bereiten, wenn er von Hamburg aus, noch vor dem Urteilsspruch, seinen Brief beschließt:

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