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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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seiner Kinder ihn besuchten, waren seine Augen düster und umschattet mit tiefen schwarzen Ringen und sein Gesicht verhärmt und vergrämt. Später empfand er mehr Freude über das wenn auch sehr kurze Glück des Vereintseins mit seinen Lieben. Dann lag ein Glanz in seinen Augen wie nie zuvor, als ob ihm die größte Freude seines Lebens zuteil würde. Seine liebe Frau und seine von ihm so wohlerzogenen und über alles geliebten Kinder hatten bei ihren Besuchen je länger desto mehr das Gefühl, als seien alle menschlichen Fehler und Mängel während der endlosen, einsamen Haftzeit von ihm abgefallen und als sei er der Ewigkeit und dem Reiche Gottes viel, viel näher als sie selbst. Obwohl ihm bangte um das Schicksal der geliebten Frau und seiner drei Kinder, war er un­gebeugten Mutes und ging getröstet in seinem Gott und erfüllt vom christlichen Glauben und ewiger Hoffnung in den Tod. In der ersten Zeit seiner Gefangenschaft hoffte er noch auf baldige Heimkehr; so schrieb er: ,, Gott schütze Euch und führe uns bald wieder alle zusammen in friedlichere Zeiten neuen Aufbauens." Es wurde ihm aber bald klar, daß seine Haft noch lange dauern würde; und so schrieb er oft an seine Kinder: ,, Ich hörte von Mutter mit Freuden von Euer aller Ergehen und daß ihr der Mutter so lieb und treu zur Seite steht und die Hoffnungen erfüllen wollt, die wir Eltern auf Euch in solchen Zeiten setzen können. Glaubt mir, diese Freude ist meine Kraft und stärkste Hilfe jetzt; weiß ich doch, daß meine

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