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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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er das Ende des Deutschen Reiches bedeutete. Ihn blendeten nicht, wie so viele andere, die An­fangserfolge des glänzend ausgerüsteten und vor­bereiteten deutschen Heeres. Stellbrink war durch­aus Realist und ließ sich durch keine nationa­listischen Phrasen von der Wirklichkeit des Lebens bringen und den klaren Blick in die Zukunft trüben. Er war kein weltfremder Sinnierer und Träumer und, obwohl er sehr viel las und studierte, doch kein eigentlicher Bücherwurm und Stubenhocker. Ihn interessierte das Eigenheim ebenso wie die Ahnenforschung, der Obst- und Gemüsebau ebenso­sehr wie pädagogische Fragen. Er erzog seine Kinder in einem frisch- fröhlichen Christentum, hielt sie an zur Abhärtung, Einfachheit, Sparsam­keit und Liebe zur Wahrheit und Offenheit. In allem war er seinen Kindern und seinen Konfir­manden ein Vorbild. In der Konfirmandenstunde ließ er als erstes das Gedicht von R. Reinicke lernen: ,, Deutscher Rat", das bekanntlich lautet: ,, Vor allem eins, mein Kind, sei treu und wahr, laẞ nie die Lüge deinen Mund entweihen..." Seine große Freiheitsliebe, sein unbezähmbarer Drang nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit muẞte sein Leiden in der Haftzeit in einer Einzelzelle ( 2 zu 3 Meter), die 114 Jahr währte bis zu seiner Verurteilung, für ihn besonders hart werden lassen. In den ersten Wochen der Haftzeit kamen zu den schier untragbaren seelischen Qualen auch noch die körperlichen: sehr starke Abmagerung und Wasser in den Gliedern. Als seine Frau und eines

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