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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Und wie liebte er seine Eltern und Geschwister! Es war immer ein hoher Festtag für ihn, wenn sein Vater oder seine Geschwister ihn besuchten. Sein Bruder, an dem er so hing, den er seit längerer Zeit nicht mehr gesehen hatte, wollte schon lange kommen. Wie sehnsüchtig hat er auf ihn gewartet, wie es nur zwischen Brüdern sein kann, die sich von ganzem Herzen lieben. Ich komme nachher noch darauf zurück.

Wie tief in seinem Herzen war seine Liebe zu Euch, seinen Landsleuten hier in Leer, verwurzelt. Darum sprach er so gerne mit mir darüber, wie es in Leer sei, wie der Krieg sich dort auswirke, ob die Einwohner sehr zu leiden hätten, ob sie uner­schütterlich fest hielten in ihrem Glauben an Gott . Ja, das war Euer Hermann, der Euch liebte, der Euch gehörte und darum auch Euer bleiben soll für Zeit und Ewigkeit.

Seine große Liebe uns Priestern gegenüber und seine tatkräftige Liebe zu den ihm anvertrauten Menschenkindern schöpfte er ununterbrochen aus der Urquelle aller wahren Liebe, aus dem Er­löserherzen. Ja, Jesus war sein ein und alles!

Christliche Zuhörer!

Jeder von uns, der in dem Buche seines eigenen Lebens zu lesen versteht, weiß, daß Jesus uns auf Ereignisse vorbereitet, die uns schwer treffen, aber uns auch groß und heldenhaft machen können und sollen. So war es auch nach meinem Dafür­halten im Leben unseres Vikars Hermann Lange.

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