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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Ich glaube, daß es Gottes weise Fügung gewesen ist, daß der Verstorbene die kleine heilige Theresia vom Kinde Jesu so lieben lernte. Denn wer hätte ihm wohl mehr Liebe zu Jesus abgeben können, als die heilige Theresia von ihrer überfließenden Liebe zu Jesus .

Der Vorsehung Gottes ist es auch wohl zuzu- schreiben, daß der Verstorbene in einem so echt katholischen Hause erzogen wurde und daß seine Eltern ihm ein gesundes, christliches Leben vor- lebten.

Der göttlichen Vorsehung ist es ferner zuzu- schreiben, daß er so gediegen für die erste heilige Kommunion vorbereitet wurde, von der er mit so großer Begeisterung sprach.

Nachdem er so ausgerüstet war, konnte er das Martyrium, das ihm von Ewigkeit her zugedacht war, durchmachen.

Christliche Zuhörer!

Es ist schwer, eine Kerkerhaft von Anfang bis zum Ende durchmachen zu müssen. Ihr könnt es nicht so leicht verstehen, weil es nur einer ver- stehen kann, der selber an diesem Leid teilnimmt. Aber Ihr werdet es einstens in der Ewigkeit ein- sehen, was Euer Vikar Lange von seiner Ver- haftung an bis zum Tode auf dem Schafott hat durchmachen müssen. Gewiß, in die Monate vor seiner Verurteilung zum Tode schien in sein Leid die Sonne der Hoffnung hinein, er könne doch noch freigesprochen werden, und als die Todesstrafe

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