den Fröhlichen und er litt mit den Leidenden. des Wandels z
Wer ihn näher kannte, konnte es erleben, daß er Tränen vergoß über die Not gequälter und irrender Seelen.
Allein von diesem Gesichtspunkt aus kann man sein Handeln, das er mit dem Leben bezahlte, erst richtig verstehen und bewerten, Diesem Mitfühlen und Mitleiden entsprang seine Ablehnung des Nationalsozialismus, dessen teuflischen Charakter, der sich den meisten Menschen erst jetzt in seinem ganzen Umfang offenbart, er damals schon fühlte und erkannte. Er glaubte es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren zu können, schweigend nebenherzuleben. Bewußt, und mit ganzer Überzeugung setzte er sein Leben aufs Spiel. Ein tragischer Irrtum, der seinen Leidensweg noch unendlich schwerer machte, war ihm dabei unterlaufen: Er hatte geglaubt, mit dem Einsatz seines Lebens die Andern, die ihm gefolgt waren, decken zu können, dabei aber die Bosheit der Machthaber, in deren Hände er fiel, unterschätzt. Es blieb ihm nichts erspart.
Unendliches körperliches und seelisches Leiden brachte ihm die fast eineinhalbjährige Einzelhaft. Durch ein chronisches Magenleiden verstärkt, wurde ihm das Hungern zu unerträglicher körperlicher Qual, während es ihn zutiefst verwundete, daß die von der Gestapo äußerst geschickt verbreiteten Verleumdungen sogar bis in die eigenen Reihen hinein Glauben fanden. Besonders bitter mußte das ihn treffen, dem unbedingte Reinheit
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