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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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den Fröhlichen und er litt mit den Leidenden. des Wandels z

Wer ihn näher kannte, konnte es erleben, daß er Tränen vergoß über die Not gequälter und irrender Seelen.

Allein von diesem Gesichtspunkt aus kann man sein Handeln, das er mit dem Leben bezahlte, erst richtig verstehen und bewerten, Diesem Mit­fühlen und Mitleiden entsprang seine Ableh­nung des Nationalsozialismus, dessen teuflischen Charakter, der sich den meisten Menschen erst jetzt in seinem ganzen Umfang offenbart, er da­mals schon fühlte und erkannte. Er glaubte es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren zu können, schweigend nebenherzuleben. Bewußt, und mit ganzer Überzeugung setzte er sein Leben aufs Spiel. Ein tragischer Irrtum, der seinen Leidens­weg noch unendlich schwerer machte, war ihm dabei unterlaufen: Er hatte geglaubt, mit dem Einsatz seines Lebens die Andern, die ihm gefolgt waren, decken zu können, dabei aber die Bosheit der Machthaber, in deren Hände er fiel, unter­schätzt. Es blieb ihm nichts erspart.

Unendliches körperliches und seelisches Leiden brachte ihm die fast eineinhalbjährige Einzelhaft. Durch ein chronisches Magenleiden verstärkt, wurde ihm das Hungern zu unerträglicher körper­licher Qual, während es ihn zutiefst verwundete, daß die von der Gestapo äußerst geschickt ver­breiteten Verleumdungen sogar bis in die eigenen Reihen hinein Glauben fanden. Besonders bitter mußte das ihn treffen, dem unbedingte Reinheit

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