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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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kommt zu euch Gott unser Herr! So habe ich im Brevier heute gebetet, und das ganz allein, losgelöst von aller irdisch- natürlichen Weihnachts­stimmung, wird mich dieses Jahr ausfüllen, und wird mich so ausfüllen, daß ich ganz restlos glück­lich bin."

Als er das Todesurteil vernommen hatte, trug er in sein Neues Testament die Worte ein: ,, Der Name des Herrn sei gelobt! Heute wurde ich zum Tode verurteilt."

nach freudenarm behrungsreichen er 1937 das Zi Sehnsucht erreic Dienst Gottes u dürfen, An dies

Es ist sicher, daß Kaplan Prassek an seinem Todestage Abschiedsbriefe geschrieben hat, die aber niemals ihren Bestimmungsort erreichten. Damit sind uns wertvolle Worte verloren ge­gangen, die uns gewiß einen Blick hätten tun lassen in eine Heldenseele, die mit Ruhe und Freude dem blutigen Tod entgegensah und alle, welche das Blutgerüst umstanden, mit Be­wunderung erfüllte.

Zum Charakterbild.

die

Jemand, der Johannes Prassek recht nahe stand, zeichnet ein treffendes Bild seiner Persönlichkeit: ,, Wenn man über sein Leben und Sterben etwas sagen will, muß man über die Liebe sprechen- seine Liebe seine glühende, opferbereite

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ganzen Begeister von dem Feuer ihrer Reinheit u auserwählten K

Nicht achtendo lichen Ruf und den einmal als öfterer gutgeme Sicherheit.

Wer ihn erlebt auf der Kanze

hatte, ihm als weiß von dem machte. Uner Nationalsozialis Polenseelsorge Keiner ging u

seine Hilfe su

und Liebe folg

seines Wirkens

Christusliebe und aus dieser herauswachsend stehen seines h

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die Liebe zu seinen Mitmenschen, besonders zu allen Kranken, Schwachen, Unglücklichen und Unterdrückten.

Aus engen Großstadtverhältnissen

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stammend,

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