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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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en und beglücken- Nur ein paar Tropfen Wein und ein kleines Stück­Daseins, daß ich chen Hostie, damit beides für viele Male reicht. einer Einsamkeit, Ich danke Ihnen, daß Sie den Mut hatten, an so Körperlichen und etwas zu denken.

lte und Schmerz Ich werde Sie beim heiligen Opfer nicht vergessen. tigkeit und Sinn- Wenn Sie mir nächstens Wäsche bringen, denken Gottes verurteilt Sie dann wieder an so ein Fläschchen und einige h so viele Kräfte Hostien? Die Flasche darf nicht größer sein, aber anderen Menschen gut verschlossen. Und immer ganz frischen Wein enn Gott mich als nehmen; denn dieser saure hält sich nicht so lange reiheit gebrauchen wie der süße, den wir vor dem Kriege hatten. Und und ich bin bereit. Schweigen!!!...

hier in der Stille Leben Sie wohl, vielleicht viele lange Jahre. Aber und wirken soll, lassen Sie uns immer für einander beten und opfern. Ich grüße Sie herzlich

Ihr früherer Kaplan."

seiner Not, aber Er hat mit seinem Tode gerechnet; wie er für ude ist ein kleiner Christus gelebt hat, so wollte er auch im Dienste ge hinausgelangen Christi sterben:

42 war ihm der Ob wir uns wiedersehen? Frei und glücklich ntes versagt ge- wie einst vor unendlichen Zeiten? Wer weiß? glich, das heilige Das ist auch das Wichtigste nicht. Wichtig ist nur dies: Daß, wo wir auch einmal zusammen­

Feiern:

ch gefreut habe! brechen, es in Seinem Dienste geschieht!" über Hostien und Schon hatte er sich innerlich vom Irdischen gelöst

und sein Geist weilte im Himmlischen:

Kind vor Freude. Vergiß auch Du nicht:

hier das heilige Es geht alles vorbei und dann kommt nur noch in den Katakomben Gott , und das ist unendlich schön." alznäpfchen ist der In der Woche vor Weihnachten schrieb er:

rporale.

Fürchtet euch nicht: Fünf Tage noch, dann

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