Druckschrift 
Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
Entstehung
Seite
23
Einzelbild herunterladen

amöglich, daß Ind wenn wir ser Verhältnis für Möglich

I haben? Und

eles, das wir

1, dieses unser wollen! Mußte immer sich so Er doch wahr- ten nicht viele

ın uns nötig " schwere

vomit wir sie

; nicht tragen

'r seine Selig- ur die lieben, ungen Kirche ‚standen, die ‚m Schauspiel te nicht mehr

‚schen davon! os getan, und hen Menschen d doch reden da gar nichts

anderes als dieses: Wenn unsere Wunden noch empfindsam sind und wir können den Schmerz für Ihn noch nicht in vollem Umfang tragen, daß wir dann möglichst für Schonung selber sorgen. Ich bin hinter meinen dicken Mauern gut geschützt.

Zuvor hat mir Ihr froher Brief damals die Weih- nachtsfreude nachgeliefert, denn er brachte in dem Satz von der Einsamkeit, die Ihnen nicht mehr schadet, für mich ein Geschenk, um das ich die unerfüllte Sehnsucht der drei Weihnachtstage mit ihrem dreimaligen schrecklichen Glockenläuten von unserer Kirche gerne hingenommen habe, Trotz- dem dürfen wir uns nicht täuschen. Der gute Wille ist unbedingte Voraussetzung; aber mit ihm ist ja noch nicht alles geschafft. Mut und Freude bei der Arbeit sind recht und gut, aber sie können morgen schon so sehr fehlen, wie sie heute vor- handen sind. Trotzdem wollen wir gehen, wollen in dem Schweren, was sich uns bietet, keine Zweifel bekommen, sondern erst recht unsere Über- zeugung stärken, daß wir auf dem rechten Wege sind, Denn Wege nach oben kosten stets Mühe und es gibt viele tote Punkte zu überwinden. Nicht mutlos werden! Je mehr sich uns in den Weg stellt, desto weniger brauchen wir nach Dingen zu suchen, bei denen wir den Anfang machen sollen, und dann: Eristinallem dabei! Und Sein Wille ist in allem zu finden, wenn wir ihn nur sehen wollen, und dann den Nacken beugen und ihn auf uns nehmen. Und Ihm entgegen und Ihm nach den Königsweg des Kreuzes! Alle, denen Er etwas zu-

23