mehrjährigen Studienreisen in Europa und Amerika ab 1938 in der Action populaire tätig war und sich im Herbst 1943 freiwillig als Elektroschweißer den nach Deutschland verschickten fran- zösischen Arbeitern angeschlossen hatte, um ihnen priester- lichen Beistand leisten zu können. Nach einem halben Jahr ver- dienstvoller Arbeit denunziert und verhaftet, zermürbte die Ge- stapo seine Kraft in monatelanger Haft im Gefängnis zu Wupper- tal. Dort verfaßte er auch seine Studie über die„Psychologie des französischen Arbeiters in Deutschland ” und die andere, unvoll- endete„Experience sociale”, die besondere soziologische und ar- beitspsychologische Beobachtungen festhält‘), Beide Studien of- fenbaren ein verblüffendes Einfühlungsvermögen in die Gedanken- und Empfindungswelt des neuzeitlichen Industriearbeiters sowie jene soziale Hellsichtigkeit, die nur demjenigen eigen sein kann, der in selbstvergessener Liebe dem zugewandt ist, dessen Leben und Schaffen er erkennen und werten will. Die sorgfältig geführ- ten Aufzeichnungen beweisen, daß in P. Dillard nicht nur die Seelsorge am französischen Industrievolk, sondern darüber hinaus die allgemeine sozial-erzieherische und-gestaltende Arbeit einen Meister in der Erkenntnis und Wegweisung verloren hat. Denn Dillard vereinigte in sich die seltene Doppelgabe: Blick für die Wirklichkeit und idealen Sinn. Als Priester hatte er die Kraft, die ganze Wirklichkeit zu sehen, sozusagen in die Wüste zu blicken, ohne zu verzweifeln. Er sah um sich her den absoluten Mangel an jedweder geistlichen Unruhe und eine religiöse Wurzel- losigkeit und Verbildung, die einen Durchschnittsmenschen hätten umwerfen müssen. Nur 1 bis 2 Prozent praktizierten, wenn darunter auch wahre„Menschenfischer” waren. Und Dillard sah durch alle Dunkelheiten hindurch den positiven Kern. Noch schien ihm die christliche Seele nicht verloren;„noch raucht der ver- glimmende Docht”. Und es verstanden ihn auch diejenigen, die
1) Beide abgedruckt in„Pere Dillard, Supremes Temoignages”, Edition Spes- Paris,
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