Weise dreier gedenken: zwei von ihnen starben in Dachau früh vollendet, der dritte lebt: P. Régout( SJ), der Völkerrechtler der katholischen Universität Nymegen ( Holland ), P. Dillard( SJ), der Sozialpsychologe und kühne Apostel unter den zwangsverschickten französischen Arbeitern in Deutschland , und P. Ken tenich , der Pallotiner von Schönstatt . Sie sind nicht die einzigen, die verdienen, erwähnt zu werden ich denke voll Bewunderung an den vitalen und originellen Belgier, P. de Coninck( SJ), den Spiritual aber sie waren einzig in ihrer Art.
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In P. Régout verkörperte sich alles, was in den Augen des Nationalsozialismus keine Gnade finden konnte: stolzes Rechtsgefühl, Popularität, Einsicht in die Strömungen der Zeit, frische Lebendigkeit als wissenschaftlicher Lehrer und geistlicher Berater junger Intellektueller. Schon gleich nach dem Einbruch der deutschen Truppen in Holland verhaftet, fiel er im Gefängnis von Arnheim bereits auf durch die selbstverständliche Art, wie er die Aechtung auf sich nahm: in unverwüstlichem, frohem Sinn. Genau so im ,, Alex" in Berlin . Die Zelle 4 der 13 Mann hat Berühmtheit erlangt durch die darin praktizierte Kunst, zu leben! Wenn er in Dachau mehr litt, so durch die moralische Erniedrigung, durch sein beleidigtes Rechts- und Ehrgefühl. Daß er zur Verrichtung schwerer Arbeit gezwungen war, hat ihn in seinem inneren Wesen nicht berührt, wohl aber seine Gesundheit zerstört. Zufällig auf den Block der polnischen Geistlichen geraten, teilte er, der durch den harten Winter 1941/42 schwer mitgenommene und geschwächte Mann, mit diesen die besondere Qual der Karwoche. Alle in Dachau ihm zugemuteten Arbeiten( Eẞkesseltragen, 40 kg) überstiegen bei weitem seine Kraft. Dabei blieb er stets der barmherzige Samaritan und schleppte einen zusammengebrochenen Geistlichen ins Revier, um Zeuge zu sein, wie beide mit einem Fußtritt hinausgeworfen wurden. Bald in Lumpen schlotternd strahlte er Güte und Hilfsbereitschaft aus.
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