mehr anzogen als eine ständige Arbeit. Das war der Grund, warum ihn der Vater seines Mädchens abwies. Darum schoß er dieses nach Verabredung tot und sich in die Schläfe. Was an Mensch danach übrig blieb, sang Couplets, machte den Narren und malte aus der Phantasie.
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Dagegen sahen und hörten wir Musiker von Ruf: einen Warschauer Musikprofessor und unentwegten Freund klassischer Musik, einen italienischen und einen bulgarischen Geigenkünstler, den holländischen Gymnasialprofessor und Cello- Virtuosen Nolthenius, den Kammermusiker Wollheim von der Berliner Philharmonie. Für sie versorgte der kunstbegeisterte Lagercapo Wilhelm unter der Hand irgend eine Scheinbeschäftigung. Sie konnten ihre Instrumente kommen lassen und üben, und sogar, wenn und solange es erlaubt war, spielen. Ihnen verdanken wir die zeitweise gestattete, später geduldete, zuletzt nur mehr erschlichene Kammermusik, geweihte Stunden, die uns Schmutz und Trostlosigkeit unserer unmittelbaren Umgebung und die Qual des Alltags fast völlig vergessen ließen.( Vgl. Anhang: Lager- Briefe.)
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