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Gedächtnis verliert sich; die Welt von damals versinkt in unbestimmbare Ferne. Der Mensch ist nicht mehr er selbst, er geht unbewußt, wie eine Maschine, und handelt wie im Traum. So, nein: so kann es nicht weiter gehen!
Da scheiden sich die Geister.
Die einen raffen in tiefster Seelennot ihre letzte moralische Kraft zusammen, um den sinkenden Menschen in sich zu retten und um Herr zu bleiben über Angst und Grauen, über Unsicherheit und Leere, und um geistig und physisch aushalten zu können. Klammern sich ungestümer an das an, was ihrem Leben Sinn und Grund gewesen. Gläubige alle, in irgend einer Weise, denn nur derjenige, der glaubt, vermag diesen Weg zu gehen. Sie werden bald Menschen sein in dieser Stadt der Verlorenen, an die das Schicksal nicht mehr heranreicht, innerlich frei, fähig, sich zu behaupten und für ihre Kameraden etwas zu sein. Denn es ist Wahrheit in der Verheißung des Propheten: ,, Wenn du mit den Hungernden Mitleid hast und die Seele des Bekümmerten tröstest, dann wird dein Licht erglänzen in der Dunkelheit, und deine Finsternis wird sein wie Mittagshelle. Und der Herr wird dir Ruhe geben."
Andere, von ganz anderer Art, nehmen den Kampf um ihre Existenz auf aus dem primitiven Lebensinstinkt der bedrohten Kreatur, mit allen Mitteln der Verbissenheit und Verschlagenheit, in finsterer Rachsucht und in triebhafter Selbstsucht, die unter Umständen über Leichen der eigenen Kameraden geht.
Die einen appellieren an den besseren Menschen in sich; die anderen rufen das Tier in sich auf.
Und wieder andere lassen sich völlig absinken in eine licht- und trostlose Resignation, glauben nichts mehr, wollen nichts mehr, können am Ende auch nichts mehr, geben sich selber auf, verloren.
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Ein letzter Teil scheint weder kalt noch warm, gleichgültig, stumpf, gedankenlos, empfindungslos. Scheint! Was wissen wir vom Menschen?
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