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526 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 52.
erste Typus als Feldstecher, der andere als Relief-Fernrohr. Schon der letztere Name zeigt an, dass hierbei eine ganz besondere Art des Sehens in Anspruch genommen wird. Die beiden Hauptanforderungen, welche sich die Firma bei Herstellung dieser Rohre stellte, waren zunächst ein wesentlich grösseres Sehfeld zu gewinnen, als wie für die betr. Vergrösserung mit dem Galiläischen Fernrohr(dem gewöhnlichen Operngucker) erreichbar ist und zwar ohne eine unbequeme, den Gebrauch erschwerende Verlängerung der Rohre, wie sie bei den gewöhnlichen Ferprohren nicht zu umgehen ist. Zweitens die Objective des Doppelfernrohres auf einen grösseren Abstand auseinander zu rücken als wie die Augenweite des Beobachters und der dadurch gegebene Objectivabstand gestattet. Es wird durch dieses Letztere namentlich die Plastik der Bilder von entfernten Gegenständen ganz bedeutend gesteigert. Die Sache ist, sobald man sich die beiden Figuren ansieht, auf eine ausserordentlich einfache und dabei hochpraktische Weise erreicht. Bei beiden Constructionen wird ein Oeular vom Typus des astronomischen Fernrohrs in Verbindung mit einem System von Reflexprismen benutzt. In diesen Prismen werden die ein-— fallenden Lichtstrahlen auf dem Wege vom Objectiv bis zum Ocular einer viermaligen totalen Reflexion ohne Lichtverlust unterworfen und zwar in der Art, dass zugleich mit einer Aufrichtung des vom Objectiv unterworfenen um- gekehrten Bildes auch noch eine seitliche Versetzung der Ocularachse gegen das Objectiv berbeigeführt wird. Diese seitliche Versetzung lässt sich inner-— halb ziemlich weiter Grenzen nach Belieben reguliren. Bei dem Feldstecher Fig. 1 ist die gebräuchliche Form beibehalten. Die Lichtstrahlen gehen durcb
Fig. 2. Relief-Fernrohr von S-facher Ver- . grösserung, zusammengeklappt. Fig. 4.(½ nat. Grösse.)
das Objectiv, welches sich ganz auswärts bei a befindet, werden bei b durch
zwei Prismen so reflectirt, dass sie nach c zurückfallen, wo sie wiederum auf
Fei Prismen stössen, durch welche sie dann in die Oculare d eintreten. Es ist durch diese Einrichtung der Objectivabstand statt von e zu c auf die Ent-
fernung von a zu a vergrössert. Noch stärker tritt diese Vergrösserung auf
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