514 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 51.
Keit in der Verhütung des Lichtfleckes und in gleichmässiger Durcharbeitung be- währt. Die Enthüllung des Kaiser-Denkmales in Bremen— am 13. October 1893— ist bemerkenswerth als Augenblicksaufnabme bei dem schlechten Lichte eines trüben Spätherbsttages. Technisch sind die Sachen alle von eleganter Sauberkeit.
Dies macht einen guten Uebergang zu der eigentlichen Architektur-Photo- graphie, die diesmal ausgezeichnet durch Georg Alpers jr. in Hannover vertreten wird. Uns Allen, denen der Aussteller durch seine vielseitige Reg- samkeit und auch als Person lieb und werth geworden ist, wird der ausser- ordentlich günstige Eindruck seiner diesmaligen Arbeiten eine erfreuliche Ueberraschung verursacht haben. Nachdem er einige Zeit Mühe gebabt hat, den letzten Schritt zur Vollendung, den er ernsthaft erstrebte, zu- vollbringen, scheint er jetzt dabinter gekommen zu sein, worauf es ankommt, und was seinen früheren Arbeiten immer noch fehlte. Die grossen Ansichten der Marien- und der Aegidien-Kirche und das Intérieur des Theater-Cafés zu Hannover geben zu keinerlei Ausstellungen mehr Anlass, sondern stehen ganz auf der Höhe der Kunst. Sehr bemerkenswertb sind daneben zwei Arbeiten verwandter Art für die Zwecke der Reproduetion. Es handelt sich da zunächst um die recht gute photographische Uebertragung einer Aufuahme der Pauls-Kirche zu Han- nover— in Lichtdruckkörnung— auf Stein; daneben aber macht sich die tadellos saubere photolithographische Uebertragung einer Karte der Stadt und Feldmark Linden(bei Hannover) eindrucksvoll bemerkbar.
Das leitet wie von selbst zur eigentlichen Reproduction hinüber, deren Vertretung auf unseren Ausstellungen mehr als alles Andere von Zufälligkeiten abhängt und daher ein ganz besonders verschiedenes Gesicht von einer zur anderen zeigt.
Wir pflegen in unserer officiellen Eintheilung auch die Nachbildung von Ppflanzen und Pflanzentheilen zur Reproduction zu rechnen; und so findet hier Franz Herber in Duisburg seine Stelle, der in ähnlicher Weise, wie vor zwei Jahren zu allgemeinem Staunen Heinrich von Ayx in Mainz, naturgrosse Ab- bildungen von Blüthenzweigen auf umfangreichen Blättern vorlegt. Ich wüsste nicht, was an den zarten Bildern auszusetzen waàre, ausser dass manchmal in den höchsten Lichtern grössere weisse Flächen ohne Modellirung und Form- bestimmtheit vorkommen, die sich um so mehr bemerkbar machen, als ja auf die gerade nur so hingehauchten hellen Blüthen das Hauptgewicht fällt, und hier also jeder Mangel an Détaillirung doppelt empfindlich wird.
(Fortsetzung folgt.)
er auch an Sonntagen bis zum Abend geöffnet. Am 15. November erging gegen
ihn eine polizeiliche Strafverfügung des Bezirksamtes in Freiburg(Baden), weil er
„am Sonntag, 11. November d. J., nachmittags zwischen 3 und 8 Uhr seinen Photographieausstellungskasten nicht verschlossen, bezw. die aus- gestellten Photographieen nicht verdeckt hatte“.
Es wurde gegen Kempke eine Geldstrafe von 2 Mk., event. einem Tag Haft fest- gesetzt. Die Strafverfügung hatte sich gestützt auf§ 3, Abs. 1, Z. 3 der badischen landesherrlichen Verordnung vom 18. Juni 1892. Diese Verordnung ist erlassen auf Grund des§ 366, Ziüff. 1 des Str.-G.-B. und verbietet(§ 1) an Sonntagen etc. öffentlich zu arbeiten oder Handlungen vorzunehmen, welche ge- eignet sind, durch ihre Vornahme an solchen Tagen öffentliches Aergerniss zu erregen oder durch welche der Gottesdienst oder andere religiöse Feierlichkeiten einer christlichen Confession gestört werden können.
Im der Unterstellung, dass die Arbeiten im Handgewerbe zumeist als„öffent- liche Arbeiten“ im Sinne des§ 1 der Verordnung anzusehen sind, führt die
ſe Äl.
rrorduug sod uu Sounttägen uslängen,von lhen Nach 8 ſ vormittägle
Sofort nà rirbsamte u- Rarde Vom, Am erehtliehe En ui gerichtliche ſenpbe 2u er unuie Kempk atwterer erklä ur Solche Ph awgehängt gev gplieen, die Aterständli- narde die Str. m Handel) und die J aft beruhe.“ Die oben? h§3 der Ve negendet we‚ degerhes als 8 Auwendba ſelankasten L aaplieen enthà
Die künst ſi alerei no Lechnik teürftig, höcl folkommnet w teoner, suchen dlbtändig, da Khen konnten fergerthen kör Dekanntlie nnl sehr gross ter nothwendi
hwe häufiger
ke Latwickla ateressirten p


