Jahrgang 
1894
Seite
491
Einzelbild herunterladen

T einen h Gwen, lel Kuddg

duSun ehenne pſ jtt! 1 igslädlihe B 1.

VRpt lteh. tgel dh, lern ah daante Ke n Mt

du late, Kgte i Selae, dtr lir, e... Eern MM üttt ehr nilir

de vit kummandhé t. de fexgicl ſie 2. Puma alm dn f dem der Jaue d den Leteterel il dS eille Rrickt auf Fie ihren Väter

r ebrlig, dam idem er de M. eine Aorahl Di Damit var de A Nürie md M. frge ferieb ſad- er Sidl W, M veh äowal du-

er L diede l t

enauibal C 1 S päri i maet den

6015 ah der è 3 Dungh ng H ſlürs,

erdedelie 4

du Srdng

Nr. 49.

dass es hier vor allen Dingen galt, einen Eelat zu vermeiden, und so ga

Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 491

Herr Windig war nicht wenig erstaunt, als er das Schreiben des Herrn Würdig gelesen. Was, er, der Freund des Hauses, wird so behandelt, ihm verbietet Würdig direet das Betreten seiner Räume, er soll nicht mehr mit der Emma zusammen. kommen!.... War denn der Alte toll geworden!

Sofort sing er zu seinem Freunde Strebling, den er in seinem Atelier aufgeregt auf- und abgehend antraf.

Denke Dir nur, Windig, welche Neuigkeiten! rief ihm dieser entgegen, nach- dem er den Gruss des hastig Eintretenden kurz erwidert hatte.Ein förmſicher Um- schwung hat stattgefunden. Mein werther Concurrent Herr Würdig giebt den Honorationen unseres Städtchens am 1. Feiertag ein Fest und ladet mich in höf- lichster Form dazu ein, zugleich bemerkend, dass er und seine Tochter bestimmt auf mein Erscheinen rechnen. Verstehst Du das?! 6

»Ebenso wenig, wie dies hier, entgegnete Windig, nachdem er sich von seinem Erstaunen erholt hatte, indem er dem Freunde den soeben erhaltenen Brief entgegenhielt.

Diieser las, und nachdem er zu Ende, sahen sich die Beiden verblüfft an. Hier musste ein Missverständniss obwalten. Aber nein, hier auf den Couverts standen ja gross und deutlich die Namen und die Briefe waren ja von dem Lehr- ling Würdigs überbracht worden.

Nun, weisst Du, begann Windig,mag die Geschichte liegen wie sie will, mir ist es eigentlich ganz lieb, dass ich nicht hingehen muss. Ich reise heute noch nach meiner Heimath und werde dort die Feiertage verleben.

Die Sache wurde zwischen den Beiden noch ausgiebig besprochen und Streb- ling entschloss sich, der Einladung Folge zu leisten, während Windig noch an demselben Abend abreiste.

Inzwischen kümmerte sich Emma garnicht um die Vorgänge im Atelier ihres Vaters. Da ihre Mutter schon vor mehreren Jahren gestorben, und sie das einzige Kind ihres Vaters war, so lag ihr auch zugleich die Führung des Hausstandes ob und jetzt hatte sie nur das Eine im Auge: Die Vorbereitungen für das Fest so gut wie möglich zu gestalten.

Nur einmal gelang es Strebling sie auf wenige Minuten zu sprechen und er ausserte ihr gegenüber sein Erstaunen über die ihm gewordene Einladung. Emma wusste davon, allein sie liess sich nicht auf Erörterungen ein und lächelte bei allen Fragen, die Strebling stellte, nur geheimnissvoll.Aber woher auf einmal diese günstige Wendung? fragte er.

Emma zuckte die Achseln.Mach Dir keine zu grossen Hoffnungen; das Glück ist wandelbar. Aber wenigstens eine Ueberraschung sollst Du erleben.

* .*

Der 1. Feiertag war da. Die Wohnräume im Hause des Herrn Hofphoto- graphen Würdig füllten sich mit den geladenen Gästen. Der Hausherr befand sich in der besten Laune, er holte alle seine Mustersammlungen zusammen, erklärte die Vortheile der Trockenplatten, und dann, was das Wichtigste war, Seinen Blitzapparat. Ja, das war etwas! Den hatte er selbst construirt und nicht, wie die meisten unserer jungen Photographen, in irgend einem Specialgeschäft für Phetorrsphishe Bedarfsartikelgekauft. Ernst und feierlich hörten die Anwesenden Herrn ürdigs Erklärungen mit an, die meisten machten ein Gesicht, als hätten sie ihr ganzes Leben lang nur Photographie betrieben..

Nur eine der jüngeren Damen platzte plötzlich bei einer der wichtigsten Er- klärungen des Herrn Würdig heraus;O, einen solchen Apparat habe ich schon bei Herrn Strebling gesehen. Ein strafender Blick aus Würdigs Auge traf die vorlaute Sprecherin; dann warf siech der Hausherr in die Brust und begann:Ja, meine werthen Herrschaften, dieser Herr Streb.......

Das Wort erstarb ihm auf den Lippen, denn herein trat, am Arme seiner Tochter Emma, der Genannte, der sich mit feinem Lächeln nach allen Seiten ver- neigte. Ein allgemeinesaah der Ueberraschung; Herr Würdig wäre fast zuammon geknickt vor Staunen, wenn ihn nicht ein Blick auf die zahlreiche Gesellschaft

und ein anderer auf seine Tochter,

die an der Seite Streblings stand, gezeigt hätte, b er sich