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Deutsche Photographen-Zeitung 1894.
hDeutscher Photographen-Verein.
Als neue Mitglieder sind angemeldet: Herr Hugo Schiel, Photograph, Insterburg. Herr A. Weiss-Reinschmidt, Photograph, i. Fa. Math. Gerschel, Strassburg (Els.), Meisengasse. b W Als neue Mitglieder waren angemeldet: Herr Curt Bentzin in Görlitz.
Herr Hermann Legler, Graveur für photographische Objective und Stempel, Görlitz, Berliner Str. 30.
Lesezirkel 1894.
Es gelangten zur Versendung am 4. December 1894:
Reihe XII. British Journal ofPh. Nr. 1803. Reihe XIII. Americ. Amat. Phot. Nr. 11. Phot. News„ 1891. l'Amateur Photogr.„ 30.38. 41. „ XIII. Phot. Times„ 687.„ XIV. Beretninger„ 11.[42.
Protokoll der XXIII. Wanderversammlung in Frankfurt a. M. vom 21. bis 25. August 1894.
(Ausführliche Ausarbeitung nach§ 3 der„Geschäftsordnung für den Vorstand“.) (Nach stenographischen Aufzeichnungen.)
(Fortsetzung.)
Herr Professor Dr. Bruno Meyer:„Meine Herren! Ich habe nur darum niceht gleich zu Anfang nach Herrn Director Schultz-Hencke das Wort er- griffen, weil ich glaubte, es dürfe nur ein Redner für und einer ge gen den Antrag auf Eröffnung einer Discussion sprechen, und auch ich sehr entschieden für die Discussion hätte eintreten müssen. Da die abgelehnte Discussion aber jetzt glücklicherweise in vollem Gange ist, kann ich nicht umbin, einige Worte dazu zu äussern. lch bin der Ansicht, dass bei allen solchen Con- flicten es sehr wichtig für jeden Betheiligten ist, die dabei in Frage kommen-
den Gesichtspunkte thunlichst zu klären und nicht eher den Kampfplatz zu
verlassen, als bis ganz haarscharf festgestellt ist, wo das Unrecht sitzt. Man darf nicht aus irgend einer Bequemlichkeit oder Vornehmthuerei sich zurück- ziehen, sondern man muss mit aller möglichen Schärfe den Gegner ins Un- recht zu setzen suchen; alle„Rücksicht“ halte ich in solchen Fällen für Selbstmord. Es thut mir deshalb leid, dass Sie keine Discussion gewünscht haben. Selbst wenn kein Redner gegen den Vorschlag des Vorstandes auf- gestanden wäre, so hätte die formelle Eröffnung der Discussion wenigstens gezeigt, dass wir den Wunsch gehabt haben, uns über die Sache auszusprechen, und wir wären nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen. Dieses Ueber- gehen zur Tagesordnung, wo es bei Fragen allgemeineren Interesses beliebt wird, kann leicht nach aussen hin den Anstrich gewinnen, als ob etwas nicht in Ordnung wäre; ebenso wie eine gewisse oft verkündete„Einstimmigkeit“. Man muss auch nicht gar zu sicher zu sein scheinen wollen. Aus diesem Grunde bedauere ich, dass die Verhandlung auf den Weg gerathen ist, den sie gegangen ist, und schliesse mich deshalb Herrn Director Schultz-Hencke, der noch im letzten Augenblicke einen leidlichen Ausweg zeigt, nachdrücklichst an.
Herr Director Schultz-Hencke:„Meine Herren! Wir hbatten vorher einen Beschluss des Vorstandes vor uns, der uns bestimmte Wege anweisen wollte, und die Abstimmung ist für den Vorstand ausgefallen. leh glaube, der Vorstand hat aber jetzt erkanut, dass der Wunsch nach Aufklärung waet deutschen Photographenwelt, wie sie hier durch unere Kandlerersamm ung repräsentirt wird, vorhanden ist, und ich glaube, er könnte doc ziNenn 3 sieht, dass sich eine gegentheilige Meinung über die Behandlung der Tage hier äàussert, noch nachgeben und könnte von sich aus seinen Antrag meinet- wegen noch fallen lassen und sagen:„Gut, wir bequemen uns der Piscussinn au?. Ich bin überzeugt, dass der Vorstand aus dieser Discussion vollständig
intact hervorgeht.“


