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Nr. 47. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 461
anderen Dingen sind die Franzosen uns vielleicht über. ab r i graphischen Optik sind wir die ersten der Welt, warum es Sees ese französischen billigen Waaren überschwemmen lassen? Der nationale Stolz kann hierbei glücklicher Weise Hand in Hand mit dem eigenen Vortheil gehen da die deutschen Optiker doch das Beste leisten. Bleiben Sie uns treu, dann bekommt die deutsche Arbeit ihren Lohn und Sie haben die besten Objective!“
Vors.:„Meine Herren! Ich habe die Mitglieder der Jury gebeten, zu er- zeleinon. weil wir nunmehr über einen sehr wichtigen Gegenstand vorhandeln wollen,
13) die Congressangelegenheit.
„Nach meiner Ansicht ist diese Angelegenbeit so sehr„kurz“ geworden dass wir eigentlich gar nichts darüber zu sagen hätten: aber auf der andern Seite erbeischt die Wichtigkeit der Sache, dass ich wenigstens in einigen Worten recapitulire, um was es sich eigentlich handelt. Ich muss allerdings etwas weit ausholen, bis zum Juni vorigen Jahres. Ich hatte da mit Herrn Hofphotograph Voigt aus Homburg eine Unterredung; Herr Voigt besuchte mich in Bad Naubeim, ich ihn in Hombaurg; und ich bat ihn als Vorsitzenden, der Verein Frankfurt möchte unsere Versammlung und Ausstellung hier in der Weise unterstützen, dass er die Leitung in die Hand nähme. Das gefiel Herrn Voigt sehr und seiner Meinung nach sollten die anderen Vereine auch ein- geladen werden. Statt nun bei der Verabredung zu bleiben, lud der Frank- furter Verein die anderen Vereine allein zu einem Congress ein mit dem Be-— merken, dass ganz wichtige Sachen auf der Tagesordnung stehen würden. Die Antwort, die wir darauf in der Vorstandssitzung festsetzten, ist ganz kurz und klar. Es ist uns darauf wieder eine Gegenantwort geworden, die wir auch in längerer Auseinandersetzung beantwortet haben; ich will sie, wenn es nicht nöthig ist, hier nicht weiter verlesen. Wir gingen dabei von dem Ge- sichtspunkte aus, dass nämlich nicht wir etwa die Behandlung der in Frank- furt zur Berathung stehenden Punkte erpachtet hätten. Wir gingen vielmehr davon aus, dass die Sache in ganz anderer Weise gedacht wäre. Denken Sie sich eine Stadt, in der vielleicht 10 Photographen wohnen, zwei von diesen besässen auch Einrichtungen, um jede photographische Vergrösserungen zu machen; die machen sich also ihre Vergrösserungen stets selbst. Jetzt kämen die übrigen Photographen in der Stadt und sagten: wir wollen uns zusammen- thun und einen Vergrösserungsapparat kaufen und uns die Vergrösserungen, die wir bisher fortschickten, selbst machen. Wir kommen da bedeutend billiger dazu. Diese acht sagen zu den zwei aunderen: schliesst euch unserem Unter- nehmen an.— Da werden die zwei wohl antworten: wir haben das schon und machen unsere Vergrösserungen selber, jeder nach seiner Individualität. Hier liegt es auch so ungefähr. Sollen wir dem Congresse der Vereine die Ausführungen der Arbeiten überlassen, die wir seit 10 Jahren zum Besten Aller gemacht haben? Dann sind wir eigentlich als Deutscher Photographen- Verein in der bisherigen Organisation überflüssig. Das ist so ungefähr der Gedanke, dem wir folgten, als wir die Antwort gaben. Wir sind übrigens nicht der einzige Verein, der so gedacht hat, denn ohne Beeinflussung von unserer Seite hat der Hannoversche Verein auch diese Angelegenheit zurück- gewiesen:„weil wir Das, was geboten wird, bereits im Deutschen Photographen- Verein baben“; ebenso der Schleswig-Holsteinische Verein. Ich wollte nichts darüber sagen, wenn wir an unseren Einrichtungen nur blos unsere Mitglieder theilnehmen liessen; wir haben aber jeden Verein und jeden Photographen, wenn er uns aufsuchte, gern willkommen geheissen.(Fortsetzung folgt.)
Ueberschauender Bericht über die Frankfurter Ausstellung,
nach dem am 25. August 1894 am Schlusse der Wanderversammlung in Frankfurt am Main gehaltenen Vortrage.
Von Bruno Meyer. (Fortsetzung.)
So ist es also dankenswertb, dass dieselben in zuverlässig guter Ausführung
angeboten werden, und erfreulich, dass auch eine deutsche Firma in ebenbürtiger 5


