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N. 47.
Deutsche Photographen Zeitung 1894.
Deutscher Photographen-Verein.
Als neues Mitglied ist aufgenommen(angemeldet in Nr. 45 u. 46):
Fräulein Jenny Engel, herzogl. sächs. Hofphotographin, Frankfurt a. M. vom 1./1. 95 ab.—
Lesezirkel 1894.
Es gelangten zur Versendung am 20. November 1894:
Reihe II. Phot. Mittheilungen Nr. 16. Reihe XII. British Journal ofPh. Nr. 1801. „ III.„ 9)„ 16. V Phot. News„ 1888. „ X. Revue de Photogr.„ 10.„ XIII. Phot. Times„ 685. Bull. dell. Soc. fot. it.„ 10. Bull. de la Soc. FrangL.„ 20. V PAmateur Photogr.„ 39/40.
Protokoll der XXIII. Wanderversammlung in Frankfurt a. M. vom 21. bis 25. August 1894. (Ausführliche Ausarbeitung nach§ 3 der„Geschäftsordnung für den Vorstand“.) (Nach stenographischen Aufzeichnungen.) (Fortsetzung.)
Nunmehr erbittet Herr Dr. Kämpfer das Wort zu einer Bemerkung über das
neue Voigtländersche Collinear-Objectiv.
Herr Dr. Kämpfer:„Meine Herren! Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit für einige Minuten in Anspruch nehmen, um Sie von einem neuerlichen Fort- scbritte in der photographischen Optik zu unterrichten.
„Seitdem der weitgreifende Plan des Professor Abbe in Jena, systematisch neue, andersartige Glasarten zu schmelzen, durch die Gründung des glas- technischen Laboratoriums verwirklicht worden war, boten sich dem Optiker neue Mittel für die verschiedensten Constructionen. Der Einfluss dieser neuen Errungenschaften zeigte sich bei den neuen Fernrobren, Mikroskopen u. s. w., nicht zum Wenigsten aber in der photographischen Optik. So wurden in die bestehenden Constructionen der photographischen Objective neue Glasarten von höherer Lichtdurchlässigkeit und werthvolleren optischen Eigenschaften eingeführt, und neue Constructionen— die Anastigmate von Zeiss in Jena— berechnet, welche Bilder von grosser Ausdehnung in fast vollkommener anastigmatischer Ebenung lieferten. Das Prineip dieser neuen Constructionen war im Wesentlichen, dass in dem Doppel-Objectiv zwei Glaspaare einander
gegenübergestellt wurden, von denen das eine— das normale— ein positives
Glas von niedrigerer und ein negatives Glas von höberer Brechkraft enthielt, während das andere— das anormale— ein positives Glas von höberer und ein negatives Glas von niedrigerer Brechkraft enthielt. Der Zeiss-Typus führte dabei zunächst auf unsymmetrische Combinationen, während die Goerzsche Construction der Doppel-Anastigmate das Zie] dureh symmetrische, dreifach verkittete Doppel-Objective erstrebte.—
„Damit schien das Wünschenswerthe im Allgemeinen erreicht und der Fortschritt zu einem Punkte gekommen zu sein, wo ein gewisser Stillstand eintreten musste. Doch blieben darum die construirenden Optiker nicht müssig. Die Firma Voigtländer& Sohn in Braunschweig hatte sich schon seit Jahren mit dem Ausbau der optischen Werkzeuge des Photographen unter Anwendung
erweiterter glastechnischer Hilfsmittel befasst, doch ist es ihr erst vor Kurzem
gelungen, ein völlig befriedigendes Resultat mit einem Doppel-Objectiv aus zwei gleichen dreifach verkitteten Hälften zu erzielen. Das Princip dieser Construction ist ein ganz neues, da es nicht auf der Anwendung der normalen und anormalen Glaspaare beruht, vielmehr findet die eine Brechung beim Uebergange zwischen zwei positiven Linsen statt. Die Leistungen dieses neuen Typus haben sich in der That als ganz ausserordentliche erwiesen. Während bei allen àlteren Objectiven der Astigmatismus eine mehr oder minder wichtige Rolle, wenigstens für ein ausgedehntes Gesichtsfeld, spielt, scheint der hrme Typus die vollständige punktförmige Abbildung zu bewirken; zeh scbalte 1en ein, dass i. A. jede Abbildung eine vollkommene ist, und dass besonders nac
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