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V. 46.
Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Hat bierüber noch Jemand etwas zu bemerken? zu dem folgenden Punkte über.“
12) Gedenkxtafel für Dr. Ad. Steinheil.
Vors.:„Wir haben ein sehr werthes Mitglied unseres Vereins verloren in der berson des Herrn Dr. Ad. Steinheil; es ist seiner bereits im allgemeinen Geschäftsbericht gedacht worden. Wir wenden uns nun mit der Bitte an Sie, dass wir einem Manne, wie Steinheil, der so hoch auch in wissenschaftlicher Beziehung dasteht und dem wir in der Photographie so ausserordentlich viel zu danken haben— dass wir diesem Manne, wie s. TZt. Obernetter, auch eine Gedenktafel] errichten. Herr Müller war so freundlich in der Sache zu ver-— mitteln. Wir haben uns mit der Familie des lerrn Steinheil in Verbindung
gesetzt. Sein Sohn sagt, es sei der Familie eine grosse Ehre, wenn der Verein
— wenn nicht, so gehe ich
das thun will. Es soll auf die Steintafel gesetzt werden:
Seinem Mitgliede Herrn Dr. A d. Steinbeil, widmet diese Gedenktafel in dankbarer Anerkennung seiner grossen Verdienste um die Herstelluang photographischer Objective der Deutsche Photographen-Verein 1894.
„Der Kostenanschlag der Herren Gebr. Pfister in München, mit dem Herr Müller über die Herstellung der Tafel gesprochen hat, beläuft sich bei den Dimensionen von 110 cm Höbe, 75 em Breite und 10 em Dieke mit ge- kröpften Ecken incl. Schrift und Anmachen der Tafel auf zusammen 394 Mk. 50 Pfg. leh glaube, dass sich wohl schwerlich ein Widerspruch finden dürfte und dass die Annahme unseres Auntrages uns nur selbst ebren kann. Ad. Stein- heil hat nicht in der Photographie allein, sondern auch in der Optik und Elektricität einen ausserordentlichen Namen erlangt.— Hat Jemand in dieser Angelegenbeit noch eine Frage zu stellen, so bitte ich ihn, sich zu melden.“
Der Vorsitzende zeigt eine Skizze der Tafel in Originalgrösse und ein Bild des Hauses mit der Stelle, wo die Jafel angebracht werden soll. Es meldet sich auf die Umfrage Niemand zum Wort; der Antrag wird zur Ab- stimmung gebracht und einstimmig angenommen.
(Fortsetzung folgt.)
Ueberschauender Bericht über die Prankfurter Ausstellung,
nach dem am 25. August 1894 am Schlusse der Wanderversammlung in Frankfurt am Main gehaltenen Vortrage.
Von Bruno Meyer. (Fortsetzung.)
Ebenso wenig anerkennend kann ich mich leider auch über Das aussprechen, was eine Firma uns gebracht hat, die im Vorjahre zum ersten Male bei uns bekannt wurde, und die uns damals verhiess, noch reichlicher und erfreulicher bei uns aufzutreten, die Firma Fr. Otto Schwartz in Karlsruhe. Statt dieses Versprechen einzulösen, hat Schwartz sich noch mehr auf einseitige Leistungen beschränkt und sich auf das darin liegende Neue augenscheinlich viel zu Gute gethan. Ich kann dieses Selbstgefühl zu meinem Bedauern nicht für ein berechtigtes halten. Auch hier handelt es sich um Ausschreitungen des Rococo. Es sind dicke Passepartouts ausgestellt mit breit facettirten Aus- schnitten, die grösstentheils in den willkürlich geschwungenen Linien des Rococostiles gehalten sind. Diese Facetten sind ja sehr hübsch und ganz richtig bei den Stilarten, die grosse, strenge Linien verwenden, also den antikisirenden und den mittelalterlichen. Die Gothik schrägt ja selber die Laibungen ihrer Fensteröffnungen ab; da ist das also vollkommen etileomass s vergegenwärtigt uns nur die Dicke der Mauer oder Wand, dorch leunn Ausschnitt wir das Bild sehen. Dergleichen ist aber beim Rococo einfach un-
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