Jahrgang 
1894
Seite
448
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448 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 4. 3 riher D0c fältigen. Diese Zeichnung hat dann sogar bis 30 Jahre nach dem Tode des intade Zeichners noch den Schutz des Gesetzes, während die Photographie nur fünf 19 Jahre geschützt ist. Von Fräulein Culié ist mir mitgetheilt worden, dass sie rir eine recht gelungene Aufnahme des hiesigen Opernsängers Herrn Grün auf- ſat e ge genommen hat. Das Bild ist von Frl. Culié selbstredend gegen photographi- hesol ehr g sche Nachbildung geschützt. Da lässt eine Cigarrenfabrik das Bild abzeichuen güüshen 8 und klebt es auf die Cigarrenkisten: das ist die CigarreGrün. Nun kommt ir einen 5 der betr. Künstler und fragt: wie können Sie mein Bild auf diese Weise in die dasdenn Welt bringen? Die Dame ist ganz unschuldig an dem Vorkommniss, während el hhen der Schuldige schwerlich zu belangen ist. Nach dem§ 4 des Schutzgesetzes äuſ en wäre in solch einem Falle sogar die photograp hische Nachbildung gestattet, Wu ſiir babe denn da heisst es: Die Nachbildung eines photograpbischen Werkes, wenn sie deid Sohl sich an einem Werke der Industrie, der Fabriken, Handwerke oder Manufac- fill Es

turen befindet, ist als eine verbotene nicht anzusehen. In Badeorten z. B. werden vielfach Ansichten auf Tassen und anderen Gegenständen angebracht, diese Sachen sind häufig gestattete Nachbildungen, während sie nicht erlaubt sind, wenn der Betreffende eine einfache Porzellan- platte nimmt; da ist das lediglich ein Bild auf Porzellan, und eine unberechtigt hergestellte Photographie und kann dann verfolgt werden. Ich bitte nochmals freundlichst, mir einschlägiges Meterial stets einzusenden, damit ich es sammeln und an betr. Stelle abgeben kann. Hat Jemand noch über das Schutzgesetz etwas zu sagen? Herr Franz Bornée-Saarburg:lch habe s. Zt. wegen Nachbildung einer photographie auf Postkarten an Sie geschrieben und auf Ihren Wunsch auch ein solches Bild an Sie eingeschickt, habe aber keine Antwort hierauf bekommen-. n Vostenau Die Bilder waren nach Photographieen gezeichnet und auf Postkarten gedruekt. ier Gie k Vors:lch habe Ihnen darüber auch ausführlich Antwort gegeben, und ſpublen von zwar dahin gehend, dass derartige Reproductionen, da sie lediglich litho- ſa leben ide graphischer Natur sind, gestattet seien. Da Niemand weiter das Wort len glaube

95 4 3 1 ſos 4 wünscht, so gehen wir zu dem folgenden Punkte der Tagesordnung über. de at nieht in

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nehmen zu lenken und Sie dringend zu bitten, diese Sache möglichst zu unterstützen. An Garantiescheinen ist erst eine geringe Anzahl mit Zeichnungen Hauses I zurückgekommen und es wäre wünschenswerth, wenn eine reichlichere Be- Wt auf di theiligung stattfände. Die Schule schwebt so zu sagen noch in der Luft. Der uls gebracht Deutschen Photographen-Schule werden die erbetenen Corporationsrechte von der weimarischen Regierung sofort ertheilt, wenn wir einen genügenden Fonds in Garantiescheinen vorweisen. Auf den Garantiescheiuen steht aber die Be- dchauen merkung, dass die Zeichner erst dann für den Schein verpflichtet sind, wenn hag die Corporationsrechte ertheilt sind. Es wird von Seiten der Grossherzogl. 1 Ang Staatsregierung der Schule ein ausserordentliches Interesse engegengebracht. Nun bin ich gefragt worden, warum die Regierung dann nicht selbst die Sache in die Hand nimmt und eine staatliche Anstalt errichtet. Diese Frage ist leicht beantwortet. Wenn die Regierung des Grossherzogthums etwas Der- 1 artiges möchte, so müsste sie die Mitwirkung des Landtages in Anspruch nehmen. Die Abgeordneten werden dann aber zunäàchst fragen: wie viele von unseren Landeskindern werden von der Schule Nutzen haben und danach erst h alkautrete würden die Mittel genebmigt werden können, die dann natürlich nur gering 4 b ausfallen dürften. Ist aber die Schule einmal eingerichtet und im Gange, 80 dlge heselra ist eber eine Staatsbeihilfe zu erreichen, ähnlich wie s. Zt. in Hannover. 3 Unterrichtsräume würden wir z. B. schon jetzt in der Gewerbeschule in Weimar relligte u p

11) Die Deutsche Photographen-Schule. ü eiben? Es ist hier nur meine Absicht, Ihre Aufmerksamkeit auf dieses Unter- nei ne R lortzenc

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erbhalten können, welche von den Schülern erst von 6 Uhr abends benutzt. k ʒinc werden. Wir müssen aber vor Allem daran denken, ein grosses und muster- tn üt gr ültines Alelien herzustellen und dazu sollen die erbetenen Mittel dienen. leh büüle gebal möchte dio, zneide Herren, bitten, dass Sie sich thätig in dieser Beziehung Wt dän S erweisen. Verschiedene Herren haben mir geschrieben: wir wollen zeichnen iftedeu 5 und die Schule unterstützen ich bitte dieses Versprechen wahr zu machen, däzen i uudh damit wir nicht zu lange warten müssen, ehe die Sache ins Leben tritt. aennn be eit nn ust à8