Jahrgang 
1894
Seite
441
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Deutsche Photographen-Zeitung 1894.

Deutscher Photographen-Verein. b

Als neues Mitglied war angemeldet:

Fräulein Jenny Engel, herzogl. sächs. Hofphotographin, Frankfurt a. M. vom 1./1. 95 ab. Als neue Mitglieder sind aufgenommen(angemeldet in Nr. 44 u. 45):

Herr Reinh. Hahn, Photograph, Viersen(Rheinl.), Hauptstr. 1 10. Herr Fritz Hofmann, Photograph, Frankfurt a. M., neue Zeil 59.

Lesezirkel 1894.

Es gelangten zur Versendung am 13. November 1894:

Reihe VII. Phot. Wochenblatt Nr. 44/45. Reihe XII. British Journal ofPh. Nr. 1800. IX. Die Photographie 59. Phot. News 1887. X. Moniteur de la Phot. 21. XIII. Phot. Times 684.

Der Congress*).

In der Nr. 41 der Deutschen Photographen-Zeitung, Seite 394, habe ich weine Mittheilungen über die socialpolitische Discussion auf dem Delegirten- Congresse in Frankfurt vorläufig abgebrochen, um Verständigungsversuchen Raum zu schaffen.(Die in der betr. Nummer auf Seite 394 mit dem Datum des 5. October unterdruckte Notiz ist selbstverständlich, wie aus dem Vorher- gehenden hervorgeht, mit dem 8. October zu unterzeichnen.) Es war allerdings zu dieser vorläufigen Verzichtleistung auf das Wort eine aussergewöhnliche Resignation von meiner Seite erforderlieb. Bevor aber diese Nr. 41 mit der betreffenden Erklärung an der Spitze noch in Druck gehen konnte, hatte ich von dem Pbotographischen Verein zu Berlin die folgende Zuschrift erbalten:

Berlin, den 5. October 1894. An den Vorstand des Deutschen Photographen-Vereins zu Haenden des Herrn K. Schwier, Vorsitzender, Weimar.

Endesunterzeichnete gestatten sich Ihnen namens des Photographischen Vereins zu Berlin folgende Mittheilung zu machen;

In Nr. 38 Jg. 1894 der Deutschen Photographenzeitung findet sich in dem Artikel mit der UeberschriftDer Congress folgende Stelle:

....In laengerer Debatte warf der Vertreter des Vereins zur Förderung der Photographie in Berlin denHerren Gehilfen durchweg Neigung zur Socialdemokratie vor, waehrend die Vertreter des....

Der photographische Verein zu Berlin bedauert diese Veröffentlichung auf das Tiefste und giebt einstimmig der Ansicht Ausdruck, dass dieselbe die durch den Congress angestrebten gemeinsamen Arbeiten schwer schaedige. Er hofft, dass in der Folge Berichte, welche einzelne Delegirte in die Discussion ziehen könnten, im Interesse der guten Sache nicht mehr veröffent- licht werden. Hochachtungsvoll

für den photographischen Verein zu Berlin der I. Vorsitzende: der I. Schriftführer: gez. J. C. Schaarwächter. gez. Dr. Adolf Miethe.

Ich liess mich jedoch in dem einmal gefassten Entschlusse, die Sache vorläufig ruhen zu lassen, um dadurch irgendwelche Verständigung zu erreichen, nieht irre machen und wollte abwarten, wie weit die Leiter des Berliner Ver- eines noch gehen würden, und ob sie nach meiner inzwischen freiwillig ab- gegebenen Erklärung doch noch zu einer neuen Provocation durch Veröffent- lichung dieses nach Form und Inhalt kaum glaublichen Schriftstückes schreiten: würden. Trotz aller gegentheiligen Ansichten trat das von mir kaum für möglich Gehaltene ein: diePhotograpbische Chronik brachte in der Nr. 42 vom 16. October, Seite 744, in dem Protokolle der betr. Sitzung fast wörtlich den betr. Brief, allerdings mit Unterdrückung des in dem vorstehenden Ab- druck in eingeschlossenen SatzesIu längerer Debatte etc.. Dazu fand sich aber die folgende Anmerkung:

a 8 ttheilune, well *) Wir bringen der Wichtigkeit der Sache wegen diese umfangreiche Mitthei.1 dseli leider ment zu umgehen war. Um aber den übrigen Text der Zeitung darunter nicht leiden zu lassen, haben wir uns entschlossen, der vorliegenden Nummer einen dementsproehen

grösseren Umfang zu geben. Die Redaction.

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