Jahrgang 
1894
Seite
394
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394 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 41.

sprechen und mit grosser Genugthuung das kräftige Eintreten Ihrer Herren Delegirten für ein gemeinschaftliches barmonisches Zusammenwirken anzuer- kennen.

Möge Ihr Verein auch an den weiteren Arbeiten für den Copgress leb- haften Antheil nehmen und eine erspriessliche Thätigkeit entfalten.

Der Frankfurter Verein wünscht ferner, dass die guten Beziehungen, die zwischen ihm und Ihrem Verein durch den persönlichen Verkehr mit Ihren Herren Delegirten angebahnt wurden, dauernd erbalten bleiben mögen.

Mit collegialem Gruss! Der Verein zur Pflege der Photogr. und verwandter Künste in Frankfurt a. M. i. A.(gez.) Theod. Haake, Zz. Z. corresp. Schriftführer.

Frankfurt a. M., 7. October 1894.

An den Vorstand des Deutschen Photographen-Vereins zu Händen des Herrn K. Schwier, Weimar.

Da sich schon jetzt nach den Meinungsäusserungen innerhalb der beim Congress vertreten gewesenen Vereine und ausserbalb derselben wahrnehmen lässt, dass eine vollständige Verschweigung der bei unserer socialpolitischen Discussion geäusserten Anschauungen nur zu vorgefassten Meinungen und da- mit zu einer Verscbärfung der vorhandenen Gegensätze führen würde, bitten die unterzeichneten Delegirten desVereins zur Pflege der Photographie und verwandter Künste in Frankfurt a. M. die verschiedenen beim Congress be- theiligt gewesenen Vereine freundlichst ihr dort abgegebenes Votum nocb ein- mal zu erwägen, und, wenn möglich, es in dem Sinne abzuändern, dass nach einer kurzen motivirenden Bemerkung der Redaction nur ganz kurz die sach- lichen Momente der Discussion zusammengestellt werden, um ein Bild von dem Gange der Verhandlungen in nuce zu geben.

Die Ausführung denken wir uns in der Weise, dass zunächst den Reduern, welche gegen die beiden abgelehnten Anträge gesprochen haben, das Steno- gramm ihrer Aeusserungen zur Bearbeitung in der gewünschten kurzen Form zugeht und danach die dazwischen gehörigen Erwiderungen, die den Zusammen- hang herstellen, in gleich kurzer Form gebracht werden.

Selbstverständlich würde zum Schluss jedem Redner vor dem Druck die ganze so redigirte Debatte nochmals vorgelegt werden.

Hochachtungsvoll Die Delegirten zu Frankfurt a. M. i. d. N.(gez.) Th. Haake.

Zum besseren Verständniss des zweiten Briefes verweise ich auf meinen vorläufigen Bericht über den Congress in Nr. 38. Nach Veröffentlichung dieses Berichtes sind mir von verschiedenen Seiten Zuschriften, zum Theil mit dem Ersuchen um Veröffentlichung, geworden und ebenso haben sich Zeit- schriften veranlasst geseben, an diese meine Darstellung anzuknüpfen. Nach- dem aber durch das jüngste Schreiben der Delegirten des Frankfurter Vereins die Anregung gegeben worden ist, den betr. Theil des Protokolles ebenfalls in sachgemässer Form zu veröffentlichen, halte ich es für angemessen, bis nach endgiltiger Entscheidung hierüber vorläufig von jedem weiteren Ein- gehen auf die fragliche Angelegenheit an dieser Stelle abzusehen.

Weimar, den 5. October 1894.

K. Schwier.

Offenhalten des Schaukastens am Sonntage.

Von vielen Seiten wird darüber Klage geführt, dass neuerdings von den betreffenden Organen der öffentlichen Sicherheit darauf gedrungen wird, die Schaukästen Sonntags zu schliessen und es wird, weil diese Sache zufaällig mit der Sonntagsruhe-Augelegenheit zusammenfällt, vermuthet, dass das Sonntagsruhe- Gesetz damit zusammenhinge. Dem ist aber nicht so. Das Gesetz über die Sonntagsruhe ist in der Photographie bis jetzt noch nicht eingeführt. Es ist dieses Gesetz aber ein Reichsgesetz, während die Bestimmungen über das

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