Jahrgang 
1894
Seite
386
Einzelbild herunterladen

* 2* 8 .

ʒ

386 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 40.

Hiervon sind die 6 B bezeichneten am weichsten, die mit 6 H bezeichneten am härtesten. Man ist durch diese Bezeichnung leicht in der Lage sich über- all den gleichen, für die Arbeit passenden Stift ohne Weiteres verschaffen zu können. Am meisten werden die Nummern HB, HH und F verwendet; in der Positivretouche auf Platin-, Bromsilber- und anderen Papieren mit schwarzem Ton finden auch die weicheren Stifte eine ausgiebige Verwendung.

Zum Gebrauch schneidet man an dem Stifte eine möglichst lange Spitze, damit man die Arbeit gut controliren kann. Es ist aber nicht zu empfehlen, wie dies oft geschieht, den Graphitstift selbst nadelscharf abzuschleifen; die Arbeit wird dadurch verzögert und man erbält kein Korn, wie es für Köpfe geringerer Grösse schon erforderlich ist. Je weniger der Stift geschärft ist, desto gröber wird das Korn.

Die Wahl eines Stiftes hängt aber auch davon ab, wie die Platte den Stift annimmt. Unlackirte Platten nehmen zuweilen den Stift gar nicht oder höchst ungenügend an; dasselbe ist bei manchem Lack der Fall. Hierbei wird es nothwendig die Gelatine- oder Lackschicht mit einem geeigneten Medium zu behandeln, als solche dienen die nachfolgenden:

IJ. II. III.

Dammar 70 g, Venet. Terpentin 20 g, Sandarac 30 g,

gelbes Benzoe 10 g, Ricinus-Oel. 10 g. Castor-Oel 80 g,

Terpentin-Oel 120 cem. Alkobol 180 cem.

Die Schicht wird mit einem leinenen Läppchen, an welchem sich ein wenig von dem Medium befindet, an den zu retouchirenden Stellen abgerieben. Je mehr man nimmt, desto härtere Stifte kann man verwenden. Man nimmt in- dessen stets möglich wenig, namentlich dann, wenn es sich um eine unlackirte Schicht handelt, weil diese leicht durch das Mittel transparenter gemacht wird.

Das Retouchiren ist nun an und für sich eine einförmige und ermüdende Arbeit, weleche die Nerven in hohem Grade erregt und ebenso an die Augen ausserordentliche Anforderungen stellt. Es ist daher in zwanzig Jabren schon der Versuch macht worden, diese angreifende Arbeit, soweit es sich um die technische Arbeit handelt, durch einen hierzu geeigneten Apparat mechanisch ausführen zu lassen. Die Anregung und kurz darauf die Ausführung hierzu fand nun in Amerika statt. Wer der Erfinder gewesen, ist uns nicht mehr erinnerlich, über den Apparat selbst heisst es in einer Plauderei(Society Gossip) der Chicago Photogr. Association vom Jahre 1879 wie folgt:Der Secretair stellte eine neue elektr. Retouchirmaschine aus, bei welcher ein Graphit- oder Metallstift die Retouche ausführt. Die Betriebskraft wird von einer ent- sprechenden Batterie geliefert und der Halter ist so eingerichtet, dass der Retoucheur die leichteste Berührung des Stiftes mit dem Negativ fühlt. Mit dieser Maschine fällt alle Mühe des Retouchirens fort, und der Arbeitende hat hat nur noch nöthig den Stift mittels des Halters zu führen.

Dieser Apparat scheint sich indessen nicht eingeführt zu haben, wenigstens

hat man in Deutschland nichts davon gehört. Erst in neuester Zeit ist es ge- lungen durch eine deutsche Erfindung einem lange empfundenen Bedürfniss abzuhelfen. Herr H. Reichel in Hamburg hat mit seinem eigenartigen elektr. Retouchirapparat gezeigt, dass es möglich ist die armen geplagten Retoucheure ganz erheblich zu entlasten. Das von ihm angewandte System ist bei dem für die Positivretouche bestimmten Apparat dem genaunnten amerika- nischen ähnlich, für die Negativretouche hat Schnabek indessen einen Apparat nach ganz anderen Principien construirt. Bei letzterem wirkt nicht der Stift selbst, sondern umgekehrt das zu retouchirende Negativ in Vibration versetzt. Der Apparat, welcher auf eine Holzplatte montirt ist, besteht im Wesent- lichen aus einem zweckentsprechenden Elektromagnet, einem zugehörigen Anker, welcher in eine zungenartige Verlängerung ausläuft, und der Leitung nebst Batterie.

Seine Anwendung geschieht in folgender Weise.

Die Holzplatte, welche den Apparat trägt, wird auf einer verschiebbaren Leiste des Retouchirgestells befestigt, so dass die Zunge des Ankers nach unten steht. Auf diese Zunge wird nun das Negativ einige Millimeter breit aufgelegt, die Leitungsdrähte der Batterie mittels der Klemmschrauben mit

. on 8 Mdirehdeh S

l

1 9

9

0

1 abg a 9 d 4 e bestel riielung

1

schraube, 10, m bann. Dret anl dib Dach uüx des vorl thelso einfe Muler aus Ne Airauben für eilireyde Vo! 1an Küostlerst Gebraueh v jeben der dan die Bat de Halter 80 wiwalen Seh. dl der Leitun dclirenden NM raube auf dit zu veie abeil statt,

ationen were dänaube regu der Halter khe hat 80 d in ganz da Puoktire dem Korn.

1 1 4

z tidderer P. 4

3 ludserst int

d 1

dhe vit Kehla ne wojehe d