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Nr. 35. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 339 Beispieles eine Aufstellung des Glasbildes in einem Abstande von 10,8324 cm vom Condenser erfordern; und um das zu ermöglichen, müsste der ganze vordere Theil des Apparates mit Einschluss des Bildträgers auf einem hin- reichend langen und in geeigneter Weise eingerichteten Bodenbrette verschiebbar sein. Die nöthigen Andeutungen über diese Einrichtung werden noch gemacht werden. Sie ist in der That bei Apparaten mit grösseren Condensern als solchen von 103— 105 mm unbedingt unentbehrlich, wenn in denselben auch — oder gar vorwiegend— Glasbilder gewöhnlichen Formates vorgeführt werden sollen. Bei dieser Verlängerung des bildseitigen Lichtkegels würde der anderseitige so verkürzt werden, dass die Lampe auf 18,34854 cm an den Condenser heranrücken müsste. Das wäre immer noch um mehr als einen Centimeter— 1,07578 cm— mehr als der verhältnissmässig gleiche Abstand wie bei dem kleineren Condenser; und daraus ergiebt sich mit Nothwendigkeit auch eine verhältnissmässig etwas geringere Beleuchtung. Auf den Condenser fällt nur wenig über ⅛0(genau ½9,34896) von dem erzeugten Lichte. Der grössere Condenser ergiebt daher selbst im günstigsten Falle, mit den vortheil- haftesten Einrichtungen immerhin nur knapp von dem Lichteffecte des kleineren(genau 0,7912382= 1/1,263842).— Hierbei ist, wie schon angedeutet, das Glasbild genau an der Stelle des Lichtkegels angenommen, an der der letztere denselben Querschnitt hat wie vorher bei Verwendung des kleineren Condensers. Wollte man die Lichtquelle verhältnissmässig eben so nah an den grösseren wie vorher an den kleineren Condenser heranbringen, wodurch die Beleuchtungsverhältnisse bei beiden Condensern genau die nämlichen werden würden, so würde der Lichtkegel 9 mm vor dem Glasbilde— vom Condenser aus— nur 88,635 mm Durchmesser— statt der erforderlichen 103— haben, das Bild würde also nicht in seiner ganzen Oberfläche beleuchtet sein. Damit ist also bewiesen, dass es schlechterdings unmöglich ist, unter sonst gleichen Bedingungen ein Glasbild mit einem grösseren Condenser eben so gut zu be- leuchten wie mit einem, der gerade für die Grösse des Bildes ausreicht. Dass diese Verhältnisse sich andern, wenn die hier der Praxis entnommene Voraussetzung nicht zutrifft, dass bei verschieden grossen Condensern die relative Oeffnung“— der Bruch Brennweite durch Durchmesser— immer aunähernd dieselbe bleibt,— versteht sich von selbst; ebenso wie, dass Veränderungen sich ergeben, wenn überhaupt die hier als gleich bleibend vorausgesetzten Verhältnisse nicht gleich bleiben; welche,— das kommt nun- mehr erschöpfend zur Sprache.(Fortsetzung folgt.)
Vermischtes.
Auf der Internationalen Ausstellung für Amateur-Photographie zu Erfurt wurden die folgenden Aussteller durch Preise ausgezeichnet:
Als Preisrichter waren folgende Herren thätig: Prof. Dr. Bruno Meyer, Berlin, Ernst Juhl, Hamburg, C. Bräunlich, Hofphotograph, Jena, Maler Hans W. Schmidt, Weimar.
Abtheilung I.
Goldene Medaille(Silber vergoldet). Böhmer, Hauptmann, Oppeln(Ob.-Schl.). Bontique, Auguste, Douai(Nordfrankr.). Silberne Medaille. Moore, Clarence, B. Philadelphia. Obernetter, Emil, München. Huysser, Johann, Amsterdam. Scharf, Otto, Crefeld. De Clereq, Désiré, Grammont. Winkel, Carl, Göttingen. Erfurth, Hugo, Dresden. Club lgnoranti, Venedig. Gesellsch. von Freunden d. Photgr. Jena. Hanger, Alexander, Pola. Huth, P., Wörmlitz bei Halle. Kühn, Heinrich, Innsbruck. kliche, Ernst, Quedlinburg. Bronzene Medaille. bost, William B., New-NYork. Sohst, A., St. Petersburg. Barnbrock, Emil, Hamburg. Meisser, Chr., Schliers. üchner, Hugo, Erfurt. Schombardt, Braunschweig. ennisch, Josef, Ritter v., Wien.


