Jahrgang 
1894
Seite
237
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Nr. 25. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 237

Wir hatten nicht geglaubt, dass statt einer Widerlegung unserer Angaben der Vorstand des Frankfurter Vereins einfach jeden weiteren Verkehr ab- brechen würde, zumal das Eude unseres Briefes eine weitere Verständigung als nicht ausgeschlossen erscheinen liess. Wir entbalten uns daher einer aus- sichtslosen Polemik, weil ja doch die Angelegenheit auf der Wanderversamm- lung des Deutschen Photographen-Vereins in Frankfurt zur Sprache ge- bracht wird.

Ebenso ist ein Sechreiben des früheren Vorsitzenden des Frankfurter Vereins, Herrn Hofphotographen T. H. Voigt in Homburg v. d. H., angelangt, welches aber durchaus nichts Neues enthält und uns auch für einen Abdruck nicht geeignet erscheint, namentlich da Herr Voigt darin selbst ausspricht, dass ihm ein Streit nicht wünschenswerth sei.

Weimar, den 15. Jani 1894.

Für den Vorstand des Deutschen Photographen-Vereins: K. Schwier, Vorsitzender.

Von dem Photographischen Verein in Berlin

erhalten wir das folgende Schreiben: Berlin, 7. Juni 1894. An den Vorstand des Deutschen Photographen-Vereius, zu Händen des Herrn K. Schwier, Weimar.

Wie Sie aus dem beifolgend überreichten Statuten-Entwurf zu ersehen belieben, ist unter dem NamenUnterstützungs-Verband deutscher Photo- graphen und Photographengehilfen auf Anregung einiger Herren aus dem Vor- stande des Photographischen Vereins zu Berlin, aber vollständig unabhängig von demselben, eine Vereinigung begründet worden, die es sich zur Aufgabe stellt, in Notb, Krankheit und Arbeitsunfähigkeit unseren Berufsgenossen und deren Angehörigen eine Stütze zu sein.

Zum segensreichen Wirken bedarf es der Mitarbeit Aller, und glauben wir uns der Hoffnung hingeben zu können, dass jeder Photograph und jeder Ge- hilfe sich im Interesse unseres Standes dem Verband auschliessen wird. In Berlin sind bereits 57 Herren dem Verbande als Mitglieder beigetreten, und zwar mit 1400 Mk. einmaligen Beiträgen(darunter sind drei Mitglieder mit einem Beitrag von je 300 Mk.) und 280 Mk. Jahresbeiträgen.

Den Mitgliedern Ihres Vereins bitten wir von dieser Wohlthätigkeits- einrichtung Kenntniss geben zu wollen und dieselben aufzufordern, dem Unter- stützungsverband als Mitglieder beizutreten.

Sehr erwünscht wäre es, wenn Sie zur Annahme von Beitritts-Erklärungen eine Liste circuliren lassen würden. Es würde uns eine grosse Freude sein, wenn recht viele der Herren sich dem Unterstützungsverbande anschliessen wollten.

Ihren Nachrichten gern entgegensehend zeichnen

mit vorzüglichster Hochachtung

Der erste Vorsitzende: Der erste Schriftführer: (gez.) Dr. A. Miethe.

Beigefügt war diesem Schreiben ein Exemplar der Satzungen für den pro- jectirten Unterstützungsverband. Aus dem Inhalte heben wir kurz hervor, dass die Mitgliedschaft des Vereines, der seinen Sitz in Berlin hat, durch einen jährlichen Beitrag von mindestens 3 Mk. oder durch einen einmaligen Beitrag von mindestens 300 Mk. erworben wird. Wenn ein Mitglied seinen zweiten Jabresbeitrag entrichtet hat, so erlangt es Unterstützungsfähigkeit für sich und ebenso auch für zurückbleibende Wittwen und Waisen und zwar kann diese Unterstützung durch Vertrauensmänner bis zur Höhe von 5 Mk. gewährt werden. Unter Umständen können auch durch den Vorstand selbst höhere

Unterstützungen nach gepflogenen Berathungen gewährt werden. 6

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