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190 Deutsche Photographen-Zeitung 1894.. Nr. 20.
Die Antwort des Vorstandes des Deutschen Photographen-Vereins hierauf lautet wie folgt: An den ter Knne Vorstand des Vereins zur Pflege der Photographie und verwandter Künste z. HI. des Herrn Th. Haake, 1 Frankfurt a. M.
Ihr werthes Schreiben vom 23. April gebt von verschiedenen unrichtigen Voraussetzungen aus und bedarf daher einer berichtigenden Antwort. Wir geben diese Antwort jedoch gleichzeitig öffentlich und bemerken vorab, dass Sie im Irrthum sind, wenn Sie glauben, es sei init der Antwort des Vorstandes des Deutschen Photographen-Vereins die betreffende Angelegenheit entschieden. Vielmehr zeigt die am Tage der Ankunft Ihres werthen Scbreibens, also am 24. April, bereits fertig gedruckt vorliegende Nr. 17 der Deutschen Photo- graphen-Zeitung, dass die endgiltige Entscheidung in die Hànde der XXllI. Wanderversammlung in Frankfurt a. M. gelegt wird, welche nöch dazu dies- mal an einen Ihnen zur Agitation für den geplanten Congress so günstig
egenen Platz fällt.
z2 Ts würde uns niemals eingefallen sein, die Beziehungen der Besucher der Versammlungen zu der Anzahl der Mitglieder in den Kreis unserer Besprechung zu ziehen, wenn Sie uns nicht durch eine Aufstellung der bezüglichen Verhältnisse beim Deutschen Photographen-Verein dazu zwängen. Wir geber zu, dass bei den Wanderversammlungen des Deutschen Photographen Vereins etwa 11 der Mitglieder zugegen sind, wir bitten aber zu berücksichtigen, dass bei den meisten der Versammlungen des Vereins zur bflege der Photographie und verwandter Künste in Frankfurt a. M.— mit Ausnahme der an den erst seit Kurzem eingerichteten Vortragsabenden stattfindenden— selten ½1, also 36, der betreffenden Mitgliederzahl(255) anwesend siud. Wenn der Deutsche Photo- graphen-Verein sich nur jäbhrlich einmal versammelt, so ist trotzdem durch dis gewissenhaftesten Vorarbeiten der Vorstandsmitglieder und durch eingehende Erläuterung der wichtigeren zur Verhaudlung kommenden Fragen in det Zeitung das Arbeitsfeld so gut vorbereitet, dass es gewöhnlich kaum einer Anstrengung bedarf, um Alles zur Abstimmung in Ordnung zu haben. Es soll damit nicht gesagt sein, dass alle Anträge, die der Vorstand stellt, in der beantragten Form angenommen werden, vielmehr ist durch die Protokolle festgestellt, dass gar oft auch gegentheilige Wünsche zu vollem Rechte ge- langen. Wir möchten zum Vergleiche auf einen ganz besonderen Fall hin- weisen, wie er auf der Versammlung Ihres Vereines Anfang September 1893 vorkam, wo sich am Schlusse eines Vortrages die ganze Versammlang zer- streut hatte, sodass eine nothwendige Abstimmung für die Wablen nur mit Mübe und Noth und zwar durch Acclamation stattfinden kouute!— Dass aber der Deutsche Photographen-Verein in seiunen Verhandlungen den grössten Theil seiner Zeit sich mit Fragen allgemeinsten luteresses beschäftigt, Kkann aicht gut bestritten werden. Schon der von Ihnen jetzt der Oeffentlichkeit unter- breitete Plan eines photographischen Congresses ist eine solche Frage, die im Juni und September 1893 von unserem Vorsitzenden K. Schwier bei dessen Aufenthalt in Bad Nauheim und Homburg v. d. H. dem damaligen Vorsitzended des Frankfurter Vereines, Herrn Hofphotographen T. H. Voigt, persöulich vorgelegt und von diesem mit Begeisterung aufgegriffen wurde. Schon Aàussere Rücksichten hätten es geboten erscheinen lasseu, wenn der Frankfurter Verein auf Grund dieser Tnatsache zuvor mit dem Deutschen Photographen- Verein über eine gemeinsame Basis der weiteren Verhandlungen Rücksprache genommen bätte. Wir unterliessen bei Abfassung des Vorstandsbeschlusses hierauf hinzuweisen, weil wir Ihnen die öffentliche Feststellung gern erspart hätten, bemerken aber, dass die betreffenden Unterredungen in Gegenwart vol- Zeugen stattgefunden haben.
„Und warum sollte der Deutsche Photographen-Verein, dessen ganze Eiu- richtungen mit den ähnlichen Einrichtungen der grossen Vereine der Natur- forscher, Aerzte, Ingenieure und Anderer übereinstimmen, nicht in gleicher Weise wie diese segensreich für seine Mitglieder wirken können! Auch bel diesen Vereinen werden Wanderversammlungen nur einmal alljährlich abge-
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