176 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 18. Ny. 10 wird dann ohne Weiteres wieder von der Glasplatte abgezogen und trägt nun ersebe das Kollodionpositiv, welches, da die Schichtseite auf dem Papier liegt, nicht für de weiter geschützt zu werden braucht. Um den Bildern einen möglichst schwarzen Auge Ton zu geben, werden die positive vor der Uebertragung mit Queecksilber- ebenfa cblorid und Ammoniak getont, wobei die bekannte Quecksilberverstärkung einen hervorgerufen wird. Sollen die Bilder als Unterlage für Oelmalerei dienen Strabl so empfiehlt der Verfasser statt der Entwicklung mit Eisen diejenige mit dieses Pyrogallussäure, weil durch diese im Verein mit Citronensäure ein wärmerer werde Ton erzeugt wird, welcher sich besser als Unterlage für die MNalerei eignet. ersche Der Entwickler wird nach folgender Formel angesetzt: Bild Pyrogallussäure 8 g, blaue Citronensäure 3 g, Blau Essigsäure 60 g, das b 14 Wasser 600 g. ein ro Die besten Töne giebt dieser Entwickler, wenn er erst eine Woche nach seinem nur d Ansetzen gebraucht wird. Auch diese Bilder werden in noch feuchtem Zau- Betrac stande übertragen und zeigen nach dem Trocknen eine glatte Oberfläche, welche Auge sich besonders zur Oelmalerei eignet. Sollen die Bilder niebt glänzend aus- jedem sehen, so müssen sie im halbfeuchten Zustande vom Glase abgezogen werden. Sichti Wie die„Photographic News“ vom 23. Februar berichten, hat man in der zne Reitschule von Saumur eine sehr nützliche Anwendung der Photographie ge- Glas b macht. Capit. Picard, der Director der Anstalt, hat im Verein mit Dr. Bouchard Die gl ein Album d'hippiatrique et d'equitation veröffentlicht, welches eine grosse ein 8 Zahl von Photographieen der verschiedenen Phasen des militairischen Exer- ein citiums in Bezug auf die Erlernung der Reitkunst enthàlt. Es ist klar, dass 55 das ungeübte Auge des Lernenden, welehes die versechiedenen Lagen des da Reiters beim Reiten, Springen ete. nicht festzuhalten vermag, durch Vorlage u der Momentbilder bei der richtigen Auffassung derselben wesentlich unterstütett vof mird Auf diesem Wege wurde ein vollständiges, auf Anschauung beruhendes uu d ehrbuch der Reitkunst geschaffen. Es wäre wünschenswerth, schon allein im gegeni Interesse manches Photographen, wenn auch in Deutschland derartige Aufgaben jecti veitens der Militairverwaltung gestellt würden. die sich nicht allein auf das ene Rajten, esondern auf das gesammte militairische Erziehungswesen erstrecken Stereo Ain roj— 2nn ligt le un Auch ſo Pveland beginnt das Gasglühlicht in weiteren Kreisen Aufsehen zu ba erreg Wie wir in einem, im„British Journal“ vom 23. Februar veröffent- 1 lichten Briefe eines Herrn Treble lesen, hat derselbe sechon in den beiden ver- nue gangenen Wintern in einem Atelier, welches nur für Gasglühlieht eingerichtet ana war, gearbeitet. Herr Treble hat in diesem Atelier Aufnahmen jn all 66 z8sen d el Son ddit in2nd zoll angeferijgt und sandte als Beweis der Ara neirbarkan uun üblichtes zu Portraitzwecken ein jnetbi bei ki diesem Lichte hergestellt Liraite meoped ein Anenbi Cabivethiſdern die nu 16 3 1 18 Bl KAyphie 15 graphe bee Unsere Kunstbeilage. heth hiweuwefugt a an ehend Snisdon Line Eleiche Beilage wie unsanf schon älteren Datums ist, doch so underanant a Nandit, wenn sie ja auch hi derg baserh neine⸗ Probe von diesen sogenaunten un deeeeenauah,ne b du ekanntlic esteht, wie auch in dem in den Nr. 10 2 3 enthaltenen Artikel von Herrn Privatd 1 1112 der b. Phote d Rands Wesen— ldocenten Hermann Krone gesagt, ist, das lu We en ger Nendosohidohen Sehens darin, dass das linke Auge ein ſanld mehr larss tandpunkte nach links und das rechte ein s- inem dd Standpunkte mehr nach rechts empfängt. D ſte ein solches von einem Kathha und für sich verschiedenen Bild Prant⸗ urch Vereinigung der beiden an und v Eiudruck en Bilder gelingt es dann, einen stereoskopischen el ck zu erhalten. Unter die verschied 7 me bild zu erbalten, gehört h di chiedenen Methoden, ein solches Körper- inden We ndung KMelnaen 5 auch die bei der vorliegenden Kunstbeilage in Ab: gemach g gebrachte. Es sind hier ebenfalls zwei Bild ü in bes ander gedruckt, was für die Sache 2 el Slen und zwar überan W Sache an und für sich ja ziemlich gleichgiltis dle«
Jahrgang
1894
Seite
176
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