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166 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. I7. Nr. 1
der New-York Tribune berichtet, hat ein Herr Th. C. Johnson in der Elec- cersetꝰ trical World in einem Aufsatze eine Idee entwickelt, welche alle Beachtung Secun verdient. Herr Johnson stützt sich auf die sebon von Siemens vor Jahren lieb ö
angegebene Methode(dieselbe wird als von Siemens berrührend mit keinem U
Worte erwähnt), welche auf der Eigenschaft des Selens beruht, bei Belichtung eebt, den elektrischen Strom besser zu leiten, als in un
belichtetem Zustande. jedoeb Während nun Siemens seinerzeit es mit einigen Erfolgen versuchte, die nabme Schwankungen des elektrischen Stromes durch chemische Zersetzung von Jod- Seteige kaliumpapier sichtbar zu machen und auf diesem Wege das telegraphische aͤblt Bild zu erzeugen, beschränkt sich Johnson auf den rein optischen Weg, der L allerdings ein solcher ist, dass er seiner Complicirtheit wegen an dieser Stelle wird nicht näher erläutert werden kann.(Schluss folgt.) Geschl
Die Freude und der Stolz eines jeden besseren Photographen ist die Er- 1 zielung guter, gleichmässiger Resultate. Dazu gebört nicht allein guter Ge- schmack, Stimmung der Präparate, günstige Regulirung des Lichtes etc., sondern wurde auch, dass die Platten richtig exponirt werden. Kächs.
Dem Principal, der sein Atelier genau kennt, bereitet es keine Sehwierig- keiten, zu jeder Tageszeit die Expositionsdauer mit grosser Sicherbeit zu bestimmen.
Nun gehört aber ein mechanisches Kunstwerk oder eine gute Uhr mit grossem, über das ganze Zifferblatt gehendem Secunden-Anzeiger dazu, um die hat bestimmte Expositionszeit auch genau einbalten zu können. jetet:
In grösseren Geschäften ist der Chef sehr oft behindert, alle Aufnahmen selbst zu machen, er überträgt dies schwierige Amt einem Gebilfen und zwar mit der Weisung, so upd so lange zu exponiren.
Leider erbält er die Resultate von den seinen sehr verschieden und fragt:
„Haben Sie die vorgeschriebenen drei Secunden genommen?“
„Jawohl,“ antwortet der Gebilfe. L
„Ja die Platte ist aber vollständig überexponirt! Haben Sie keine Uhr!“yvelekh
„Ich zähle so und zähle immer richtig.“ ihres
„Bitte, zählen Sie mir mal drei Secunden vor.“ Biseh.
„Eins— zwei— drei.“ degan
„Das sind aber nach meiner Uhr sechs Secunden.“ einem
„Meine Secunden sind so, ich habe immer so exponirt,“ erwidert der Gebilfe. wisoh
„Da können wir uns aber niemals über die Expositionszeit verständigen.“ erau
Der Chef zieht sich missmuthig zurück und denkt, du musst so viel wie einen möglich deine Aufnahmen selbst machen.— war!
Es giebt mechanische Kunstwerke, welche durch lauten Schlag die Secunden diren, angeben; diese Werke sind recht gut, haben aber Fehler, und ihre Unbraueb- kehr barkeit stellt sich sehr bald beraus. Dame
Der laute Schlag verleitet das Publikum während der Sitzungszeit zu theue⸗ Forschungen, wo sich das Werk befindet, die Augen werden bewegt. Will deu'a der Operateur exponiren, ist die Uhr abgelaufen. geplü Der dritte und grösste Fehler aber ist der, dass derartige Secundenanzeiger grohe in sehr jugendlichem Alter dahingehen und in die Rumpelkammer wandern. mitte!
Leider kann es so Mancher nicht unterlassen, sowohl von Seiten des lich! Publikums wie der Gehilfen, die Uhr zu untersuchen, und zwar mit einer uuro solchen Gründlichkeit, dass ihr die Macht, Secunden anzugeben, sehr bald wollt genommen ist. 8 N
Zweck dieser Zeilen ist nun, den Herren Photographen eine Uhr zu em- dehau pfehlen, welche sich ein Jeder mit Leichtigkeit herstellen kann, die fast nichts kahr kostet, fast nicht zu ruiniren ist, und falls dies doch eintritt, mit Leichtigkeit auf, wieder reparirt werden kann. digun
Ein kleines Gewicht oder einen eisernen Ring hängt man an eine Sechnur von 97 cm Länge, befestigt diese im Atelier an der Decke an einer Stelle, zu w welche vom Operateur aus gesehen werden kann. Dieser einfachen Vorrichtuns öftent


