Jahrgang 
1894
Seite
138
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138 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 14.

Das vorhandene Sulfat(Alaun) genügt nieht, um die beiden Salze des Bleis in Sulfat zu verwandeln, es reicht nur ungefähr für das salpetersaure Blei; das essigsaure Blei hingegen bliebe, wenn nicht andere Salze einwirkten, anberührt. Schon aus diesem Grunde muss Blei in der Lösung sein. Die Er- klärung, weshalb das schwefelsaure Blei nicht fallen kann, ist sehr einfach. Entsteht es, so setzt es sich mit dem unterschwefligsauren Natron um zu schwefelsaurem Natron und unterschwefligsaurem Blei, welches letztere sich wieder verbindet mit dem überschüssigen unterschwefligsauren Natron zu einem löslichen Doppelsalz von unterschwefligsaurem Bleioxyduatron.

Dieses zur Mittheilung, damit dem Platzgreifen irriger Ansichten vor-

gebeugt werde. Düsseldorf, März 1894. Dhr. E. Höhan.

Der Frage der Haltbarkeit der im Tonfixirbade getonten Copieen scheint nun nachgerade eine brennende geworden zu sein. Das Thema ist schon so und so oft besprochen worden. aber es scheint, als ob darüber noch nicht volle Klarheit herrsche. Herr Jacobi bringt nun in Nr. 11 dieser Zeitung neue Ansichten über Tonfxirbadbenutzung vor, welche indessen nieht ohne Weiteres als maassgebend betrachtet werden können.

Herr Jacobi führt zunächst aus, dass das im Bade anwesende Blei nicht schädlich wirken könne, weil die Säure des essig- und salpetersauren Bleies sich mit der Thonerde des Alauns verbinde und das Blei selbst als gelbes schwefelsaures Blei niedergeschlagen werde und dann im Bade wirkungslos sei. Hier wird also zunächst einmal vorausgesetzt, dass das Bad Alaun und gleichfalls Bleinitrat bezw.-Acetat enthalte. Wenn dies nun nicht der Fall ist, das Bad z. B. kein Alaun enthält, womit verbinden sich dann in diesem Falle die genannten Säuren? Im umgekehrten Fall kann das Bad auch Alaun und keine Bleisalze enthalten, wird dann der Alaun indifferent bleiben?

Es ist schon soviel von den ebemischen Vorgängen bei der Herstellung und Verwendung des combinirten Bades geschrieben worden, dass ich mich hier einer weitläufigen Auseinandersetzung wohl entbalten kann. Das Verderben der Celloidinbilder kann durch viele Ursachen bedingt werden; das unrichtig zusammengesetzte und unrichtig angewandte Tonfixirbad ist in den überwiegend meisten Fällen Schuld am raschen Verderben der Bilder. Die Schwefeltonung verursacht die am meisten auftretenden Erscheinungen, wie Zurückgehen des Tones und Gelbwerden der Weissen des Bildes. Die Schwefeltonung aber erfolgt pach meinen neuesten, experimentell beweisbaren Ansichten nur durch einen eigenthümlichen Stoff, welcher sich durch Zersetzung des Fixirnatrons bildet und schon von Hardwich vor vielen Jahren als Ursache der Schwefel- tonung bezeichnet wurde. Die Bildung dieses Stoffes aber wird veranlasst durch Säuren, Silbernitrat und namentlich durch Blei in jedem Zustande. Ein Einfluss der Emulsion auf das Entstehen der Schwefeltonung ist nur soweit in Betracht zu ziehen, als die in derselben enthaltene Säure und Silbernitrat eine Zersetzung des Fixirnatrons im oben angegebenen Sinne bewirken werden.

Soh Die Zersetzung des Fixirnatrons und die dadurch bedingte Bildung des Len wefelnden Ptofles drſtt Übrigens ganz von selbst nach mehrmaligem Gebrauch Ain euh Ceie dureh as überschüssige Silbernitrat ja veranlasst wird. Aus Rhodangold ne ann duD dnn⸗ einfaches Bad aus Wasser, Fixirnatron und Auo Al uaoh vinigem Gebrauoi genau so schädlich wirken wie das Gebräu dintach dedhc dooneer denmm densRudo u. s. W. Es lässt sich aber das Uebel ganz bare Biſder erzielen k eiden, sodass man mit dem Tonfixirbade ebenso halt⸗ ration des Fonas ist abor Aiait dun ſufachen Bäderh. Eine grosse Mode- geschlossen. was ich ausdrücklich bemerken muss, aus-

Es ist mir unverständlich, welchen Einfluss die chemische Em 8 11. 1 findlichkeit auf die Hanibarkeit der Copieen ausüben soll. Wenn hierin ei! Beziehung dor ene oll, müsslei die Albumincopieen in dieser Hinsicht das non plus ultra

Poionenn ischen Silbercopieen sein, was aber nicht der Fall ist. auf En eeereitbare ILaisaohe ist es aber, dass das verwendete Barytpapier

1 des von grösstem Einfluss ist. Es ist auch that-

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