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Nr. 11. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 109
Da alle in den Handel kommenden Papiere von hoher chemischer Empfind- lichkeit sind, ist es rathsam, diese nur in getrennten Bädern zu verarbeiten. Also noch einmal! Man verarbeite kein schnellfärbendes Celloidinpapier im Tonfixirbade.
Unsere Kunstbeilage.
Der heutigen Nummer liegt eine Kunstbeilage bei. Das Original hierzu ist uns von unserem Mitgliede Herrn Ernst v. Heyman in Bremen freundlichst zur Verfügung gestellt und der Druck rührt von der bekannten Firma Meisen- bach, Riffarth& Co. in München her. Der Druck ist von ausserordentlicher Treue und giebt das Charakteristische der beiden zu einem Genrebildchen vereinigten Kinder recht gut wieder..
Unser Mitglied Herr Alpbhons Adolph in Passau
erhielt vom Herzog Ferdinand von Toscana die grosse silberne
Verdienstmedaille in Anerkennung seiner Leistungen.
Die Firma Weinig& Lill, Hofphotographen, Mannheim, ist aufgelöst. Das Geschäft ist in den Besitz des Theilhabers Herrn A. Weinig unter der Firma A. Weinig, Hofphotograph, mit Activen und Passiven über- gegangen. Das Geschäft des Herrn Emil Bühler ist in Besitz des Herrn Hofphoto- graphen H. Lill übergegangen und wird unter der Firma Emil Bühlers Nachfolger H. Lill, Hofphotograph, weitergeführt.
Unser Mitglied Herr Gustav Rapp hat Herrn Dr. Joseph Hahnen- bein in seine Firma aufgenommen.
Die Verarbeitung der Rückstände, sowie die Herstellung der Edelmetall- salze hat der Letztere übernommen, während Herr Rapp die Handlung mit photographischen Artikeln weiterführen wird.
In der Besprechung des„Shep vorigen Nummer, Seite 98, ist ein Irrthum vorgefallen. Die Abbildungen in diesem Werke sind nicht Lichtdrucke, sondern ganz vorzügliche Auto- grapphieen, die allerdings dem Lichtdruck sehr ähnlich aussehen.
Vermischtes.
Ueber Haltbarkeit der Celloidinbilder. . Von E. v. Bosch, Freiburg i. B. In Nr. 48 i. J. 1893 Ihres geschätzten Blattes bringen Sie eine Mittheilung „Aus der Praxis“ über Haltbarkeit der Celloidinbilder bei Behandlung mit
Tonfixirbad, worin bebauptet wird, dass es möglich sei eine grosse Haltbarkeit An dieser Bilder durch Abwischen unter der Brause zu erreichen.
Da das Celloidinpapier wohl nach Ueberwindung der ersten Schwierigkeiten
bei der Behandlung sich allgemein einführen wird, so ist es jedenfalls von grossem
Interesse für alle Fachleute, die von verschiedenen Seiten gemachten Erfahrungen über die Haltbarkeit der Celloidinbilder zu hören; denn was nützt die unendliche
Mühe, welche im photographischen Geschäft werwendet werden muss, wenn die schönsten Erzeugnisse nach viel zu kurzer Zeit verderben. Leider habe ich selbst durch einen ganz bedeutenden Schaden meine Unvorsichtigkeit, das Ton-


