74 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 8.
Um den Apparat vor etwaigen ansanften Landungen möxglichst zu schützen, benutzt Herr Oberlieutenant Hinterstoisser einen Aufzug, mit welchem er den- selben nach der letzten Aufnahme wohlverpackt bis zum Ringe des Ballons aufziehen kann. Er ist daselbst weniger gefäbrdet als im Korbe.
Die Aufnahmen werden theils vom Ballon captif, theils vom freien Ballon aus gemacht. Die ersteren sind schwierig infolge der Bewegungen des Korbes, welcher nicht nur in horizontaler und vertikaler Richtung pendelt, sondern auch rotirt. Man muss einen Moment möglichster Ruhe abwarten und dann exponiren(natürlich mit Momentverschluss).
Leichter sind die Aufnahmen aus dem frei fliegenden Ballon. Nachdem derselbe eine gewisse Höhe erreicht hat, beginnt er zu sinken, man wirft Ballast aus und trachtet ihn nun in einer stetig sanft ansteigenden Richtung zu erhalten.
In dieser sogenannten Gleichgewichtslage wird photographirt, da man in- folge des ruhigeren Fluges langsamer exponiren kann, und zwar am besten in der Richtung der Fahrt nach vor- oder rückwärts. Man erhält selbst bei einer Windgeschwindigkeit von 15 m in der Secunde noch gute Aufnahmen. Die Aufnahmen vom freien Ballon aus werden meist mit nahezu senkrecht nach abwärts gerichtetem Apparat, die Aufnahmen vom Ballon captif aus nach vor- und abwärts(in der schiefen Sicht) gemacht. Die Höbe, von welcher aus noch gute Bilder erhalten werden können, ist abhängig von der Klarbeit der Atmosphare. In einer Höhe von 800 m können bei klarer Luft gute Auf- nahmen in einem Radius von 4—6 km gemacht werden.
Als Entwickler räth Herr Oberlieutenant Hinterstoisser keine Rapid-Eut- wickler zu nehmen, sondern langsam arbeitende, als Copirpapier ein brillantes.
Das elektrische Bogenlicht hat nunmehr auch in Wien mehrfache Verwen- dung gefunden. Seit dem Bestande des ersten, im Jabre 1882 von Stagel und Eckel in Wien errichteten elektrischen Ateliers, welches wegen Mangels an Betheiligung des Publikums und infolge der Anwendung passer Kollodion- platten, welche viele Störungen mit sich brachten, noch im Jahre seiner Eröff— nung geschlossen wurde, besass Wien kein elektrisch erleuchtetes Atelier.
Erst im Januar dieses Jahres wurde wieder ein photographisches Atelier für Aufnahmen hei elektrischem Licht eingerichtet und zwar von Peter Kalmar am Graben. Das Atelier ist mittels zweier verstellbarer elektrischer Bogen- lampen erhellt. Das grelle Licht kann mittels matter Glastafeln und Vor- hänge gedämpft werden. Das Atelier ist bis 10 Uhr nachts geöffnet. triche enel Lo Ponarfnn 2dare⸗ bei Nelehoin miltzels elek- eruſenet. g ufnahmen erfolgen, wurde am Kolowrat-Ring 3ilveeelandale dien behanntliei bei allen diesen Automaten darum, dass Brom-
typplatten enützt werden. Die Exposition erfolgt automa- tisch, die Platte fällt dann in ein Entwickelungsbad(es wird Metolentwickler benutzt), hierauf ohne besondere Waschoperationen in das Fixirbad, wird nun HeNadehen und we Quechsilberenlorich gebleicht.
ie Bromsilbergelatineferrotypplatten werden, wie wir bör Frank- furt a. M. bezogen. Der Charslter dieser Bilder ſist erene anansha din Laut,anie did weit minderwerthiger als die amerikanischen Schnellphoto-
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Fraptiaeh düd wok nur zur Unterhaltung des Publikums in Vergnügungs-
In Wien ündet das Skioptikon sehr haufige 1 V Skio 8 ge Anwendung bei Vorträgen. Man bedient sich ausschliesslich des elektrischen Rogeiennen Aur gelauchtng. Fs besit nicht nur der niederösterreichische Gewerbeverein, die technische Abensohple⸗ die Wiener pbotoEraphisee Feselldenaft solche Projectionsapparate ndern auch seit einem Jahre ein Verein unter dem N m Soleiopfibon Febildet(Obmänn A. Einsle, Schriftführer Lebrer Poruha), welcher axkerzen iegnt en ung dieses ausgezeichneten Hilfsmittels für den Schul-
s werden nicht nur in den Volks- und Bür in e
ni gerschulen W. zoedonen Bezirken, sondern auch im Volksbildungsverein häufg dent ere gehalten, bei welchen das Skioptikon als werthvolles Demonstrationsmittel
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