70 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 8.
Exemplar in ganzledernem Prachtband an. Herr Gehlert, Magdeburg, sandte Prospect über seine neue Universal-Hintergrund-Stellage, die recht praktisch zu
sein scheint.. Programme der Internationalen Photographieen-Ausstellung im Jahre 1894
in Mailand gelangen zur Vertheilung.
Herr Wülbern meldet seinen Austritt an; als neues Mitglied ist angemel- det Herr Photograph Körner, Hamburg-Eimsbüttel.
An Zeitungen lagen aus die December- und Januar-Hefte der„Photogra- phischen Correspondenz“ und„Das Atelier des Photographen“ Nr. 2, 3 und 4.
Schluss der Versammlung 12 Uhr. Otto Stiegler, z. Zt. protokoll. Secretair.
Ueberschauender Bericht über die Hildesheimer Ausstellung,
nach dem am 25. August 1893, am Schlusse der Wanderversammlung in Hildesheim, gehaltenen Vortrage.
Von Bruno Meyer. (Fortsetzung u. Schluss.)
Das wenige von unserem Vorstandsmitgliede L. W. Kurtz in Wiesbaden Ausgestellte hat eine ausgesprochen technische Bedeutung. Er giebt vier Copieen ein und desselben grossen Negatives in verschiedenen Positivverfahren — theils Platin, theils Silber—, wie er auch im Vorjahre eine ähnliche Paral- lele, allerdings in anderer Absicht, vorgeführt bat. Derartige Vergleiche sind zwar unleugbar sehr lehrreich und interessant, aber doch immer etwas precair; denn sie beweisen doch naur sehr bedingterweise, was sie eigentlich beweisen
sollen: eine bestimmte Reihenfolge der Vortreffliebkeit unter den benutzten
Verfahren. Wenn mit einem Negative da in irgendeinem Verfabren nicht das Höchste erreicht wird, so ist das weder ein Vorwurf für das betr. Verfabren noch für den betr. Photographen, der es gemacht hat. Denn es ist nicht zu beweisen und im Allgemeinen kaum anzunehmen, dass der Experimentirende alle angewandten Verfahren gleich sicher beherrscht und überall in dem ein- zelnen zu Stande gebrachten Abdruck auch nur das ihm erreichbare Beste in dem Verfabren erreicht hat. Ausserdem aber erfordert jedes Positivverfahren eine bestimmte Art von Negativen, und es ist zum Erweise seiner Leistungs- fähigkeit vollkommen ausreichend, wenn es nur von gewissen, geeigneten Nega- tiven ganz vorzügliche Abdrücke liefert. Hiernach hat es kaum noch einen sachlichen Werth, festzustellen, dass unter den Kurtzschen Parallelabdrücken das Platinverfahren mit Entwickelung den Preis davon getragen zu haben sebeint. Auch würde dieses Ergebniss kaum der Mühe wertb sein, da ein ernst- licher Zweifel an der unbedingten Ueberlegenheit dieser Technik über alle bier in Byiraeht Fenogenen Loneurkrenden schwerlich mehr besteht. L. Springer, Bremen. at eine hühsche Sammlung von Portrai kein besonderes Interesse darbieten, aber in der Fohlenten Tachtighcir, 8 sie gegeben sind, Anerkennung verdienen. Uueefadr dasselbe gilt von Hans Schramm in Darmstadt. Borh weh m Ste welhin Königsirüüte hat Versuche in Platin; sie sind jedoch Poeh fit ung an der Stelle zu verdienen, an die er sie ge- Nicht viel anders ist es namentlich mit den Vergröss ht v entli grösserungen von E. Ru- dopä in Kot. valehe letzteren in ihrer überraschend ur botenen Farben- etonshe ding noch nicht ausstellungsreif sind. Sie stehen nur den zum lanl roehi häbeehem Sachen kleineren Formates, unter denen auch die Ori- auc u Fbeis honsrungen angenehm auffallen, und ihrer vortheilhaften Wir- 1n Lordes in Pildssheim hat die Portraits eines Herren und einer Dame du dr ſadc uns, s scheint, recht geschickt gemacht. In der Retouche ldi 3 2u weit gegangen, namentlich bei dem doch schon ansehn- ichen Formate der Köpfe. Augenscheinlich i pfe. agenscheinlich ist bei dem Kopfe des älteren
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