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48 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 6.
Gutachten des Prüfungs-Rathes
über Tragantinpapier-Proben der Bunt- u. Tuxuspapier-Fabrik Goldbach. 1
von der Bunt- und Luxuspapier-Fabrik Goldbach in Dresden-
pieschen wurden mir verschiedene Proben von Tragantinpapier eingesandt, welche
durch den Prüfungsrath des Deutschen Photographen-Vereins geprüft worden
sind. Das Ergebniss der Prüfung für die einzelnen Punkte war das folgende:
Urtheil des Prüfungs-Rathes des Deutschen Photographen-Vereins über am 2. December 1893 eingesandte Tragantinpapier-Proben von der Bunt- und Luxus- papier-Fabrik Goldbach in Dresden-Pieschen. Die Reihenfolge der Urtheile bestimmt sich nach den folgenden Nummern: 1. vorzüglich, 2. gut, 3. befriedigend, 4. mittelmässig, 5. ungenügend.
Die acht gestellten Fragen lauten mit ihren Antworten wie folgt:
I. Aussehen des Papieres bezüglich Gleichmässigkeit und Sauberkeit?
Vorzüglich.
II. Wie copirt das Papier bei gewöhnlichen Negativen? Ist es vortheilhaft, kräftige oder flaue Negative zu nehmen?
Vorzüglich. Das Papier copirt ausgezeichnet; es ist vortheilbaft, solche Negative zu benutzen, welche auch bei Albuminpapier gute Resultate geben.
III. Wie ist das Verhältniss der Copirzeit in Bezug auf das Copiren von
Albuminpapier? V
Vorzüglich. Das Papier copirt ½ bis ½ der Zeit wie das Albuminpapier.
IV. Gehen die Bilder stark zurück in den folgenden Bädern, besitzen und behalten sie schöne Abstufungen?
Vorzüglich. Die Bilder gehen nicht sehr zurück in den Bädern, behalten
aber dabei sehr gute Abstufungen in Licht und Schatten,
V. Ist das Krbeiten mit dem Papiere sicher und wenig umständlich?
Sehr gut. Das einzige Unangenehme dürfte die bedeutende Dicke des Papieres
sein, welche das Aufziehen etwas erschwert.
VI. Wie steht es mit der Haltbarkeit des Papieres, soweit es möglich ist, dieses in der Kürze der Zeit zu beurtheilen?
Soweit zu beurtheilen vorzüglich.
VII. Wie ist das Aussehen der fertigen Bilder?
Das Aussehen der fertigen Bilder ist mit vorzüglich zu bezeichnen.
VIII. Besondere Bemerkungen:
Das Tragantinpapier ist eine Art Celloidinpapier, denn der glänzende Ueber- zug löst sich in Alkohol-Aether. Das Papier hat die guten Eigenschaften, dem Charakter der Albumindrucke in der malerischen Wirkung ziemlich nahe zu kommen. Es kann als ein schönes und nobles Copirpapier bezeichnet werden.
Die Uebereinstimmung mit den Originalgutachten bescheinigt
Weimar, 25. Januar 1894. K. Schwier,
Vorsitzender des Deutschen Photographen-Vereins.
Ueberschauender Bericht über die Hildesheimer Ausstellung,
nach dem am 25. August 1893, am Schlusse der Wanderversammlung in Hildesheim, gehaltenen Vortrage.(Fortsetzung.)
Von Bruno Meyer.
Es ist ja sattsam bekannt, zu welchen Streitigkeiten diese Modenarrbeit ge- b
führt hat, und wie deutsche, belgische, englische Zeitschriften diesen zum Theil erst gehätschelten Verirrungen nach und nach beinahe einmüthig mit dem schaäͤrfsten Spott entgegengetreten sind, so dass der hohe Curs der Flau- macher jetzt der Vergangenbeit angehört. Jedenfalls haben sie sich zu Unrecht auf Robinson berufen. Dass die Unschärfe am rechten Ort, in untergeordneten Nebendingen, ein belangreiches künstlerisches Wirkungsmittel
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