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Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 47
Deutscher Photographen-Verein.
Als neue Mitglieder sind angemeldet: Herr G. O. Jone. Photograph u. Maler, Hannover, Lisbethstr. 13.
„ Max Krauss, Photograph, Straubing, mittlerer Stadtgraben 535.
„ k. Lützel, i. Fa. Gebrüder l,ützel, Hofphotographen, München, Maffeistrasse 7.
Als neue Mitglieder waren gemeldet: Herr ChristianIsracel, Inhaber d. Celloidinpapierfabrik Dresdensia, Dresden- A., Hähnelstr. 16. „ Johann Kindermann, Photograph, Frankfart a. d. O., Bahnhof. Constantin Löcher, Photograph, Metz. A. Neumann, Photograph, Bremen, Hutfllterstr. 43.
Kunstblatt.
Den werthen Mitgliedern zur Nachricht, dass mit der nächsten Nr.(7) der Zei- tung das Kunstblatt für die Mitglieder des Deutschen Photographen-Ver- eins unter Kreuzband in Rolle verpackt versandt wird. Ich theile dieses für den Fall mit, dass etwa irgendwelche Unregelmässigkeiten oder Verspätungen bei der sehr schwierigen Versendung vorkommen sollten und bitte höflichst, mir sofort Kenntniss von solchen Fällen geben zu wollen. Das Kunstblatt wird nur an die Mitglieder des Deutschen Photographen-Vereins abgegeben. Beschreibung und Erklärung folgt ebenfalls in der Nr. 7.
Weimar, den 4. Februar 1894.
Der Vorsitzende des Deutschen Photographen-Vereins. K. Schwier.
Preisausschreiben.
Seit längerer Zeit haben wir mit dem Aussetzen von Preisen für besonders gute Artikel über bestimmte Themata innegehalten. Es liegen aber wieder ver- schiedene Zeitfragen von grosser Wichtigkeit vor und deshalb möchten wir wieder mit einem Preisausschreiben vor unsere Leser treten.
Es handelt sich um eine Abhandlung
„Ueber den gegenwärtigen Stand der Photographie in natürlichen Farben“.
Diese Abhandlung soll eine möglichst kurze geschichtliche Uebersicht ent- halten und sich bis auf die neueren Versuche von directen farbigen Auf- nahmen(Lippmann, Krone u. A.), sowie über den Dreifarbendruck(Ives, Voge! u. A.) erstrecken und darf einen Umfang von etwa 16 Druckseiten der Deutschen Photographen-Zeitung einnehmen.
Die Bewerbungsarbeiten sind bis zum 31. März an die Redaction der Deutschen Photographen-Zeitung nach Weimar einzusenden.
Die Entscheidung über den Wertb der Arbeiten soll in die Hände eines aus drei Herren bestehenden Ausschusses gelegt werden und wird s. Zt. in der Deutschen Pbotographen-Zeitung mitgetheilt.
An Preisen für die Arbeiten sind zwei ausgesetzt und zwar
der erste Preis von 150 Mark für die beste Arbeit und der zweite Preis von 75 Mark für die dieser folgende.
Die Auszahlung der Preise erfolgt nach Zuerkennung des Preises. Die prämiirten Arbeiten werden in der Deutschen Photographen-Zeitung zum Ab- druck gebracht. Es soll dem Verlage jedoch vorbehalten bleiben, diese Arbeiten noch in je 500 Sonderabdrücken zu vervielfältigen.
Figuren, welche zur Erläuterung der Abhandlungen nöthig sind, müssen mit eingereicht werden und zwar in solcher Beschaffenheit, dass sie als Vor- lage für Zinkelichés dienen können. Sie müssen deshalb etwas grösser, als wie sie im Originale sein sollen, gezeichnet werden.
Die nicht prämiirten Arbeiten werden den Einsendern zurückgesandt. Die Zurücksendung erfolgt sofort nach Bekanntgabe des Urtheils der Preisricehter.
Weimar, den 20. Januar 1894.
Redaction der Deutschen Photographen-Zeitung. (K. Sehwier.)


