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Nr. 9. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 25
Von dem Vertreter der Harzer Patentstuhlfabrik, G. Schumacher, hier,
war auf Anregung des Herrn Kleiner ein Patentstuhl für Brustbildaufnahmen zur Ansicht geschickt worden, welcher von den Anwesenden vielfach in Augen-
schein genommen wurde. Die Herren Trapp& Münch lassen durch Herru Köster Proben ibres Celloidinpapiers an die Mitglieder unserer Gesellschaft vertheilen.
Schluss der Versammlung 12 Uhr. Otto Stiegler, z. Z. protokoll. Secretair.
Versammlung am Donnerstag, dem 25. Januar 1894.
Tagesordnung: „Verlesung des Protokolls. .Vorlagen auf„Hammonia“-Celloidinpapier von Herrn Scheel, hier. Vorlegung eines Momentverschlusses von Herren Hundt& Co. Antrag des Herrn Gerlich: Einberufung sämmtlicher Photographen Hamburg- Altonas zur Erzielung eines Abkommens über Einführung eines Minimal- preises. Antrag des Herrn Dahlström: Die Mitglieder zu veranlassen, fachwissen- schaftliche Vorträge aus der Praxis zur Förderung des Vereinslebens zu halten. Statutengemässe Wahl der Cassenrevisoren. Vorbesprechung über das abzuhaltende Stiftungsfest.
Diverse Vorlagen.
5.
6. 7. 8. Der Vorstand.
VUeberschauender Bericht über die Hildesheimer b Ausstellung,
nach dem am 25. August 1893, am Schlusse der Wanderversammlung in Hildesheim, gehaltenen Vortrage.(Fortsetzung.)
Treten wir nunmehr also an das uns vorliegende Material heran. Wir haben diesmal die bisher noch nicht erreichte Zahl von 7 Stiftungen und eine mehr als bloss entsprechend massenhbafte, bisher auch noch nie dagewesene Betbeiligung. Wir durften auf Derartiges allerdings mit einiger Zuversicht rechnen, nachdem sich herausgestellt batte, dass die Ausschreibungen den ver- schiedensten Ansprüchen und Bedürfnissen entgegen kamen und, wie wir gleich sehen werden, zum Theil eine eminent praktische Richtung eingeschlagen haben, so dass auch Diejenigen in den Wettbewerb einzutreten veranlasst worden sind, die sonst vielfach mit Recht darüber geklagt haben, dass ihnen die Betheiligung unmöglich gemacht sei; und das ist sehr zum Guten gewesen; denn wenn auch natürlich nicht Alle, so hat doch ein erbeblicher Theil es mit recht achtungs- werthen Kräften gethan.
Wir haben da zunächst— gewissermaassen eine Gruppe für sich bildend— die Kleffel-Stiftung, bei der es sich um Landschafts- und Architektur- Aufnahmen in Cabinetformat, auf Platin gedruckt, handelt. Das Hauptgewicht sollte auf die malerische Wirkung, sowohl in der Landschaft, wie auch in der abgedeckter Himmel und eincopirte Wolken sollten in-
bdrücke gemachtun dessen zulässig sein. Die Natur dieser Aufgabe lässt in hohem Grade auch 4 udes, gesehle für Liebhaber die Betheiligung aussichtsreich erscheinen. Es ist daher zu be- ht tu dem des Wh wundern, dass gerade hier nicht eine lebhaftere Tbeilnahme bervorgetreten ist. —n sieht Es sind nur 4 Bewerber in den Wettkampf eingetreten. Doch ist zu constatiren,
Jakuufts- dass um so rühmlicher gestritten worden. Alle Aussteller baben feinen ggenannten Veriablut künstlerischen Blick bewährt. Wenn gleichwohl ein recht bemerkbarer Unter- ach diesem Dder Schied zwischen den verschiedenen Ausstellern besteht, und Einer sich, wie uns anen, We chon Can seheinen. wollte, unverkennbar über die Anderen erhebt, so liegt das ausser in


