Jahrgang 
1894
Seite
11
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werden kann. wahrbaft ingeniös eingerichtet. a ein, bei erheblichem Auszug, der durcb eine bequeme Triebbewegung zu

nachdem ihm vor Jahresfrist schon seine Frau vorausgegangen war.

Nr. 1. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 11 Ordnung. Da finde ich angezeichnet Karl Grundmann, Leipzig, der ausser

wesentlichen Verbesserungen seiner bereits in Dresden prämiirten Magazin-

wechselcassette, durch welche dieses Instrument gleichzeitig zur Aufnahme

von Films geeignet gemacht wird, eine grosse Camera 50250 cm mit Tischstativ ausgestellt hat, die wirklich als eine Universal-Camera bezeichnet Sie zeigt überraschend vie] Eigenartiges und ist theilweise Sie nimmt verhältnissmässig sehr wenig Raum

regieren ist. Die Kurbeln liegen bei jedem Auszuge der Camera leicht zugäng- lich; und wenn das Vordertheil zurückgeschoben wird, kann am vorderen Ende des Laufbrettes ein Reissbrett befestigt werden, so dass die Camera mit Leichtigkeit und Sicherheit auch Reproductionsarbeit zu machen gestattet. Sehr bemerkenswerth ist es, dass die Camera vom Stativ abgenommen und selbst- ständig fortbewegt werden kann, also nicht, wie gewöhnlich, wegen Schwäche des Untergestelles nur in Verbindung mit dem Stative zu brauchen ist. Es dürfte schwierig sein, einen solchen Apparat unter den bis jetzt bekannt ge- wordenen und im Handel befindlichen nachzuweisen, der sich so wie dieser für ein tüchtiges Atelier einer mittleren Stadt, das für alle Vorkommnisse gut vorbereitet sein will, eignete. Eine Menge kleiner Lebenserleichterungen, deren Aufzählung hier zu weit führen würde, lässt den Apparat förmlich lieb gewinnen.(Fortsetzung folgt.) Personalien. b Leopold Glock f†. Wir erbalten die Trauernacbricht, dass Herr Leopold Glock in Karlsruhe am 26. December v. J., abends, plötzlich an einer Herzläbmung sanft ent- schlafen ist. Schon seit 7 Monaten hatte sich Herr Leopold Glock, der frühere langjäbrige Chef der Firma Albert Glock& Cie., seiner angegriffenen Gesund- heit wegen vom Geschäfte zurückgezogen. Der Verstorbene gehörte seit 1865 der Firma an und erreichte ein Alter von 55 Jahren. Er ruhe in Frieden!

Friedrich Wunder sen..

Wiederum hat der Tod einen der bekanntesten Photographen, den Nestor der Photographie, Herrn Rentier Friedrich Wunder senior in Hannover, hinweg- gerafft. Am 30. December vorigen Jabres, abends um 8 ½ Uhr, entscblief der- selbe sanft nach kurzer Krankheit an der Iufluenza im 79. Lebensjahre, Die letzten Tage war der Verstorbene ohne Besinnung und vermochte auch seine nächste Umgebung nicht mehr zu erkennen. Vielleicht würde er auch noch diese Krankheit, wie so manche frühere Anfechtung überstanden haben, wenn ihn nicht sein hohes Alter weniger widerstandsfähig gemacht hätte. Friedrich Wunder wurde am 27. October 1815 in Bayreuth geboren und war einer der Ersten in Deutschland, welcher die Photographie als Geschäft betrieb. Seine drei Söbne Otto, Karl und Hermann sind sämmtlich ebenfalls Photographen, die beiden ersten in Hannover, der letztere in Brooklyn. Sein Geschaft grün- dete er im Jahre 1844 und führte es volle 31 Jahre. Vom 1. Januar 1875 übernahm es sein Sohn Karl, unser wohlbekauntes Vorstandsmitglied, unter der FirmaKarl F. Wunder. Wenn auch der Verstorbene, da er die Photo- graphie nicht mehr betrieb, nicht Mitglied des Deutschen Photographen-Vereins geblieben war, so brachte er doch den Bestrebungen dieses Vereins, sowie allen Fortschritten in der Photographie ein reges und ungetheiltes Interesse ent- gegen, was sich schon darin bekundete, dass er gleich nach der W.-V. in Hildes- heim in der Freude über den Beschluss wegen des Zustandekommens der Deutschen Photographen-Schule einen freiwilligen Beitrag von Mk. 100.. spendete. Es wird diese That stets eine angenehme Erinnerung an den uns in so mancher Beziehung so liebwerthen Freund bleiben. Jeder, der ihn kannte, brachte ihm von Herzen Zuneigung entgegen und so wird gewiss auch sein Hinscheiden von Vielen betrauert; Alle werden sie ihm ein freundliches und liebevolles Andenken bewahren. Sanft ruhe seine Asche!