Jahrgang 
1889
Seite
313
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Nr. 38.

Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 313

anwesend sein kann, weil sie zu Hause auf Kinder und Geschäft achten muss.

Ein junger Herr, einem Gau des Westens entstammend, trug ein Gedicht(Wilhelm Tell und der Hut des Landvogtes) in sächsischem Dialect vor. Sei es, dass ihm die gemüthliche Mundart nicht ganz geläufig war, sei es, dass er sich den Tafelfreuden zu rückhaltslos hingegeben hatte, kurzer fiel vons Gerüste und musste die Arbeit einstellen, die dann Herr Uschmann aus Weimar, getrieben von menschlichem Mitleid, wieder aufnahm und unter stürmischer Heiterkeit der Zuhörer zum glücklichen Ende führte.

Ein Toast des Comité-Mitgliedes A. Werner lautete:

Werthe Festversammlung!

Als wir, meine Freunde und ich, aufgefordert wurden, zu diesem Feste ein Comité zu bilden, da haben wir uns über diese uns widerfahrene Ehre herzlich gefreut, wussten wir doch, dass wir es mit liebenswürdigen Menschen zu thun haben würden.

Wir haben uns nicht getäuscht. Der Photograph ist von Haus aus ein netter Mann von noblem Character. Der Hauptzug seines Characters ist die Ge- nügsamkeit, denn dass sich hier zu dieser Stunde eine Anzahl solcher Damen und Herren zu einer Tafel zusammengefunden haben, ist reiner Zufall.

Im profanen Leben verschmäht er die Lende des Rindes, den Rücken des Rehes, das Fleisch des Karpfens und lebt von einer Materie, die billiger ist als Beefsteak und Truthahn, von einer Materie, die ihm die freigiebige Natur un- entgeltlich liefert er lebt von dem Lichte!

Schlau, wie er ist, fängt er dasselbe in kunstvoll construirten Kästen auf und macht es so zu seinem Mitarbeiter, mit dessen Hilfe er die herrlichsten Kunstwerke hervorzaubert.

Das Licht ist ein ganz vorzüglicher Gehilfe: stets zur Hand, wenn es ge- braucht wird, unermüdlich im Dienste seines Meisters, und was nicht zu unter- schätzen ist: uneigennützig; denn das Honorar, das der Photograph diesem Mit- arbeiter, der nie aussetzt und nie strikt, zahlt, ist nicht in Anschlag zu bringen das Licht arbeitet ja umsonst.

Bei solch zuverlässigen, billigen Arbeitskräften ist es freilich nicht zu ver- wundern, wenn sich die Truhen und Schränke der Photographen mit irdischen Gütern füllen.

Meine Herren Photographen! Wo Licht ist, ist auch Schatten. Sollte Ihr Familien- oder Geschäftsleben je einmal von vorüberziehenden Sorgenwolken getrübt werden, so wünscht Ihnen das Comité, dass dies nur auf kurze Zeit sein möge. Mögen diese Schatten bald von den hellen Strahlen der Glückssonne ver- drängt werden, damit Sie wieder frei und froh athmen, wie glückliche Menschen. Möge Ihre herrliche Kunst, gefördert von dem Geiste der Wissenschaft, im Gold- glanze der Sonne blühen, Ihnen zum Segen, der Menschheit zur Freude.

Meine Herrschaften! Leeren Sie mit dem Comité Ihre Gläser auf das Ge- deihen der Photographie und auf das Wohlergehen der Photographen. Hoch!

An amüsanten Declamationen sind noch zu erwähnen zwei in Rudolstädtischer Mundart:De Kärmse, höchst temperamentvoll von Herrn Knöfler, undDer Handschuh, mit echt thüringischer

Gemüthstiefe von Herrn Donat vorgetragen sowie die urkomische

Historie vom Blutegel, die Herr Dienwiebel in schlesischem Dialect zum Besten gab. Auch die gegen Schluss des Mahls zur grössten Ueberraschung Aller erscheinende FestzeitungStechfliege trug durch ihre Cyan-Kalauer nicht wenig zur Erheiterung bei.

Nach der Tafel fand eine Polonaise mit hellleuchtenden Mag- nesiumfackeln durch den Garten statt.

Ohne vorherige Verabredung und vorhergegangene Probe wurde hier ein veritables Vogelschiessenbild in Scene gesetzt, und mancher der Gäste entpuppte sich als Gaukler, Schlangenmensch, Schul- und

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