Jahrgang 
1889
Seite
255
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Nr. 31. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 255

Ob eine dementsprechende Einrichtung sich auch für Artillerie- Geschosse anwendbar zeigen und der electrische Funke hierbei ge- nügen wird, das grosse Geschoss hiureichend zu beleuchten, muss billig bezweifelt werden. Glücklicherweise haben die vorliegenden günstigen Erfahrungen von Ottomar Anschütz uns indess über die Bedenken hinweggebracht, welchen eine Anwendung des Machschen Verfahrens auf grössere Geschütze bei der practischen Verwirklichung begegnen musste und haben gezeigt, dass das einfache Verfahren von Anschütz scharfe Bilder ergiebt. Dazu darf denn auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass jenes Machsche Verfahren sich nur mit grosser Mühe zu Serien-Aufnahmen anwenden liesse, da der eine electrische Funke immer nur ein einziges Bild ergiebt; bei dem Verfahren von Anschütz, der sich bekanntlich durch seine Serien- Aufnahmen lebender Wesen ganz hervorragend ausgezeichnet hat, ist aber eine solche Serien-Aufnahme auch bei fliegenden Geschossen,

nachdem überhaupt einmal der Apparat eingerichtet ist, verhältniss-

mässig einfach.

Es unterliegt jetzt, nachdem die Durch führbarkeit überhaupt er- wiesen ist, bei Sonnenlicht klare Bilder fliegender Geschosse in Serien zu erhalten, wohl keinem Zweifel, dass man von einem und demselben Geschosse an den verschiedensten Stellen seiner Flugbahn gleichzeitige Aufnahmen wird machen können; hierdurch erst wird die volle Bereicherung unserer ballistischen Kenntnisse ermöglicht werden, indem wir das Geschoss in den verschiedensten Lagen und Stellungen während des Fluges, schliesslich beim Eindringen und Aufschlagen auf einen Panzer, oder bei Zündgeschossen beim Auf- schlagen auf den Boden, beim Crepiren etc. fixiren können.

Dass der für so minimale Zeiten und so grosse Geschwindig- keiten construirte und bewährte Apparat auch Aufgaben zu lösen im Stande sein wird, wie sie die technischen Künste und Wissenschaften für besondere Zwecke erfordern, allein bisher nicht erhalten haben, bedarf kaum der Erwähnung.

Wie wir hören, hat Herr Anschütz die Ebre gehabt, die erste gelungene Aufnahme eines fliegenden Artilleriegeschosses bei Gelegen- heit der Manöver-Aufnahmen bei Müncheberg Sr. Majestät dem deut- schen Kaiser vorzulegen. Möge dies für den weiteren Fortschritt seiner Bemühungen eine gute Vorbedeutung sein und möchten Herrn Anschütz zur Fortführung seiner wichtigen und kostspieligen Unter- suchungen auch die nöthigen Geldmittel nicht fehlen.

Unsere Kunstbeilage.

Zur heutigen Nummer fügen wir eine Beilage bei, welche in der Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft(vormals Friedrieh Bruck- mann) in München gedruckt wurde. Die Aufnahme selbst fand durch Ottomar Anschütz in Poln. Lissa statt, der ja in Bezug auf die Momentphotographie einen der ersten Plätze zur Zeit einnimmt. Es ist die Darstellung eines Königstigers aus dem Zoologischen Garten zu Breslau. Diese Aufnahme war mit vielen Mühen und Umständen verknüpft. Es galt zunächst, einen passenden Raum her-

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