256 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 91.
zustellen, in welchem die Thiere sich möglichst frei bewegen konn- ten, und dazu baute die Direction des zoologischen Gartens einen Extra-Pavillon, in welchem dieselben je nach Bedarf einzeln über- führt wurden. An verschiedenen Stellen wurde es möxglich, von aussen eine Camera anzubringen und so die Thiere wäbrend ihrer freien Bewegungen zu photographiren. Der Hintergrund selbst ist an die Wand des Pavillons gemalt und möglichst mit der Umgebung in Einklang gebracht. Wir werden in einer der nächsten Nummern den besonderen Verschluss, den Anschütz an seinem neuen Apparat angebracht hat, einer eingehenden Besprechung unterziehen und hoffen, dass unseren Lesern auch mit dieser Beilage eine angenehme Zugabe geboten ist.
Unser Mitglied Herr J Reinhardt in Reutlingen erhielt vom König von Württemberg als Anerkennung für seine photographischen Leistungen die silberne Jubiläums-Medaille.
Sciences. Faris, Gauthier-Villars& fils. In 4 Bänden(20 Liefe- rungen). Preis 40 Frcs.
Unter dem vorstehenden Titel liegen uns die beiden ersten Lie- ferungen eines neuen Werkes vor, das in ähnlicher Weise wie das umfassende und einzig dastehende Edersche Lehrbuch, unseren west- lichen Nachbarn das gesammte Gebiet der Photographie vorführen soll. Nach Dem, was die 2 ersten Lieferungen bieten, scheint der Verfasser seine Aufgabe glücklich zu lösen; auch die Verlagshandlung hat für gediegene Herstellung des Werkes keine Mühen gescheut.
Fragekasten.
Antworten.
Zu Frage 810: Benutzen Sie ein normales Silberbad 1:10, nicht zu sauer, ebenso darf das Goldbad nicht zu sauer reagiren. Lösen Sie das Natronbad mit luftleerem Wasser und benutzen Sie zum Auswässern ebenfalls luftleeres Wasser, zumal die ersten Bäder. Das erste Bad nach dem Fixirbad versetzen Sie mit etwas Fixirlösung und Sie werden gar keine oder, ist das Papier einmal zu Blasenbildung geneigt, nur ganz kleine und nur wenige Blasen vorfinden, welche aber unschädlich sind. Luftleeres Wasser erhält man, wenn man abgestandenes so lange kocht, bis es überwallt.
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Beilsage zu No. 84 der Deutschen Photographereituns 1888


