Jahrgang 
1889
Seite
254
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254 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 37.

stellten Balkens, also in sehr ungünstiger Lage befindlich, durch den ersten Apparat ganz scharf zum Ausdruck zu bringen und damit die Möglichkeit des Verfahrens zu beweisen.

Leider befand sich das Geschoss ausserdem bereits am Ende des Gesichtsfeldes. sodass die übrigen drei Aufnahmen nur den leeren Hintergrund mit Maassstab und ruhenden Geschossen etc. zeigten.

Sowohl bei dieser einen gelungenen Aufnahme als auch bei den- jenigen Schüssen, bei welchen die nöthige Uebereinstimmung zwi- schen fliegendem Geschoss und Thätigkeit des Apparates überhaupt nicht erhalten wurde, ergab sich dennoch und das ist schliesslich in Bezug auf die photographische Aufnahme das Wesentliche dass bei einigermaassen gutem Sonnenlichte selbst die ungemein kurze Belichtungszeit von 0,000076 Secunden bei der überaus gesteigerten Empfindlichkeit der Platten vollkommen ausreicht, deutliche Bilder zu erhalten..

Das in leider nur dem einen Falle aufgefangene, fliegende Ge- schoss zeigt in seinem Bilde im Vergleich zu den Bildern der ruhen- den Geschosse, die unterbalb des Maassstabes angehäugt waren, eine kaum nennenswerthe Unschärfe an den beiden Enden, die eben daber rührt, dass, wie berechnet, dass Geschoss während der vorerwähnten Belichtungsdauer sich um ca. 3 cm vorwärts bewegte. Ein in der Schussrichtung vor jedem Schuss aufgestellter, zum Durchschiessen bestimmter Stab ist auf allen vier Bildern deutlich sichtbar und giebt in seinen verschiedenen, beim Bruch und nachherigen Fall an- genommenen Lagen deutlich an, dass die Uebereinstimmung der vier Apparate eine vollkommene war und dieselben gut functionirten.

Der Beweis für die Möglichkeit des Verfahrens ist mithin er bracht. Es wäre in der That sehr erwünscht, wenn Herr Anschütz durch den Staat in den Stand gesetzt würde, diese Arbeiten in grösserem Umfange fortzusetzen; über viele bisher noch bestehende Unklarheiten in Betreff der Flugbahnverhältnisse würden wir dann genauesten Aufschluss erbalten. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass diese noch junge Kunst der photographischen Augenblicks- Aufnahme berufen ist, unter kundiger Hand eine Entwicklung zu nehmen, welche die ganze àussere und selbst die innere Ballistik von dem luftigen und hypothetischen Boden, auf welchem sie jetzt noch ruht, auf einen durchaus sicheren Grund des Experiments und der greifbaren Thatsache stellen wird..

Vor einiger Zeit gelang es zwar auch Professor Mach in Prag, fliegende Geschosse und zwar mit Hilfe der Töplerschen Schlieren- methode selbst mit ihrem Luftverdichtungsmante]l ganz scharf zu photographiren, allein es waren dies Infanterie-Geschosse, welche in einem verdunkelten Raume abgefeuert werden konnten und hierdurch sowie durch ihren geringen Umfang den Vortheil boten, dass als Lichtquelle ein momentan überspringender, electrischer Funke be- nutzt werden konnte; durch eine solche Anordnung wird natürlich die complicirte Einrichtung eines mit dem Fluge des Geschosses in Uebereinstimmung zu bringenden Momentverschlusses gänzlich über- flüssig, da der stets offene Apparat nur in dem kurzen Augenblick Licht empfangen und aufnehmen kann, wo der electrische Funke ihm Licht zusendet und zugleich das bei ihm vorbeifliegende Geschoss beleuchtet.

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