Jahrgang 
1889
Seite
252
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252 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 37.

Die zweite der erwähnten Schwierigkeiten ist Jedermann bekannt, der überhaupt schon einmal mit Augenblicksphotographie sich be- schäftigt hat; er wird erfahren haben, wie schwer es ist, beispiels- weise ein vor dem Apparat vorbeitrabendes Pferd in dem Mittelpunkt der Platte zu erhalten; gewöhnlich drückt man zu früh oder zu spät los. Um wie viel schwieriger gestaltet sich diese Aufgabe, wenn es sich um die Geschwindigkeit eines Geschosses von etwa 400 m in der Secunde bandelt, zumal das in Betracht kommende Gesichts- feld des Apparates nur etwa 15 m beträgt. Herr Anschütz hat, um in dieser Beziehung zu einem sicheren Resultate zu kommen, seinen Apparat so construirt, dass das Geschoss selbst durch Zerreissen eines Drahtnetzes und die hierdurch bewirkte Unterbrechung eines electrischen Stromes den Momentverschluss des Apparates auslöste und auf diese Weise unter Berücksichtigung der Zeit, welche diese Auslösung und die Thätigkeit des Momentverschlusses erforderte die Sicherheit geboten war, das Geschoss gerade in dem Augen- blicke an der bestimmten Stelle zu haben, wenn die Oeffnung des Momentverschlusses das Objectiv des auf jene Stelle gerichteten Apparates passirte.

Das Constructionsprincip eines solchen für derartige Arbeiten bestimmten Momentverschlusses besteht im Wesentlichen wohl darin, dass vor dem Apparate eine das Objectiv desselben verschliessende, jedoch an einer Stelle mit einer Oeffnung versehene Deckscheibe hängt, welche infolge Unterbrechung des electrischen Stromes herab- fällt und nun im freien Fall diejenige Geschwindigkeit erreichen muss, welche entsprechend der Geschwindigkeit des fliegenden Ge- schosses und der nach der Empfindlichkeit der Platte nöthigen Belichtungszeit sowie nach der Grösse der Oeffnung erforderlich ist, um ein deutliches Bild des fliegenden Geschosses in der kurzen Zeit zu erhalten, während die Oeffnung der fallenden Deckscheibe den Apparat passirt. Es ist einleuchtend, dass die Uebereinstimmung aller dieser Momente Ort und Geschwindigkeit des fliegenden Geschosses, Richtung des Apparates, Zeitpunkt und Zeitdauer der Oeffnung des Momentverschlusses bei der practischen Ausführung nicht geringe Schwierigkeiten bereitet und in der mehr oder weniger sicheren Ueberwindung derselben wird die grössere oder geringere Vollkommenheit eines für derartig rasch vorübergehende Momente construirten Apparates zu erblicken sein.

Für den vorliegenden Fall handelte es sich in erster Linie um die Feststellung der Zeit, welche von der erwähnten Auslösung bis dahin vergeht, wo die Oeffnung der Deckscheibe im freien Fall das Objectiv des Apparates mit der erforderlichen Geschwindigkeit pas- sirt, um biernach den Ort der Aufnahme bestimmen zu können. Durch Anwendung des Funkenchronographen ergab sich diese Zeit zu 0,28 Secunden: in dieser Zeit legt das mit 400 msec. fliegende Geschoss 113 m zurück und war damit der Ort der Aufnahme zu 113 m vor dem Drahtnetzrahmen bestimmt, an welchem das Geschoss selbst den Verschluss auslöst. In der Höhe dieser Entfernung musste daher seitwärts der Schussebene ein weisser Hintergrund angebracht werden, gegen welchen sich das fliegende Geschoss scharf abheben konnte, auf der anderen Seite der Schussebene, etwa 80 m senkrecht

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