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Nr. 26. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 213
Werken, die hauptsächlich dem Amateur und Anfänger in der Photo- graphie eine Anleitung geben sollen. Man muss zugeben, dass der Verfasser auch diese Ziele auch im grossen Ganzen erreicht hat, wenn wir auch manche Einzelheiten vermissen resp. viele ausgedehnter zu haben wünschten— wir nennen hier nur die künstlerische Beleuchtung mit Magnesium und die neuesten Erfahrungen mit dem Hydrochinon- Entwickler. Das Buch kann sonst durchaus empfohlen werden.
Von der 7. Auflage des Piererschen Conversations-Lexicons herausgegeben von Joseph Kürschner, mit Universal-Sprachen-Lexicon, ist mit der 56. Lieferung jetzt schon der 3. Band abgeschlossen. Es ist das der vierte Theil dieses für alle Gebildeten gleich interessanten Werkes, welches wir unsern Lesern wiederholt wärmstens empfehlen. (Preis à Band geb. Mk. 8,50 oder 230 Lieferungen à 35 Pf.).
Vermischtes.
Ueber die Verschiedenheit der mit Trockenplatten erzielten Negative in Bezug auf ihre Entwicklung. Von J. Gebhardt, Berlin.
Sehr häufig begegnet man in photographischen Fachkreisen Er- örterungen über die so oft zu Tage tretende grosse Verschiedenheit der mit Trockenplatten desselben Fabrikates erzeugten Negative, hinsichtlich ihrer Entwicklung bei sonst richtiger Beleuchtung, Stellung u. s. w. Dieser erhält mit der betreffenden Trockenplatte ein brillantes, klares und tadelloses Negativ, jener nur ein mono- tones und schleieriges Bild, dieser genügende Kraft bei sonst gutem Character des Negativs, während wieder ein anderer College stets mit Flauheit und Mangel an Kraft zu kämpfen hat. Wer hat nicht über eine Plattensorte grösstes Lob gehört, die von anderer Seite als völlig unbrauchbar oder schlecht bezeichnet wurde! Bei einer derartigen Gelegenheit sagte ein angesehener Photograph:„Ich weiss, dass mein College X mit diesem Fabrikate ausgezeichnete Erfolge erzielt, aber ich bringe keine ordentliche Platte damit zu Stande.“— Woher nun diese grossen Unterschiede?
Die leichte und bedeutend einfachere Behandlung der Trocken- platten gegenüber dem bisberigen nassen Verfahren hat, wenn man man so sagen darf, eine gewisse Oberflächlichkeit gezeitigt, man wird gewohnt zu mechanisch zu arbeiten und trägt den Verhältnissen und Nebenwirkungen zu wenig Rechnung. Man ist auch deshalb nur zu sehr geneigt, den Grund eines Misserfolges im Fabrikate zu suchen und anstatt„mea culpa“ zu sagen, einfach das Fabrikat als unbrauch- bar zu verwerfen. Nuu ist es ja niebt zu verkennen, dass einestheils die Ursache wirklich zuweilen in dem Fabrikate liegen kann. Es ist ja bekannt, dass Emulsionen selbst der besten Fabriken nicht alle völlig gleich arbeiten, dass vielmehr selbst bei den vorzüglich- sten Einrichtungen und der grössten und peinlichsten Sorgfalt wäh- rend der Herstellung von Gelatine-Trockenplatten immerhin, wenn auch nur geringe, Abweichungen im Character der einzelnen Emul-
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