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icher ren Nr. 26. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 211 rti AL..
8 Sels uln Kenner sich offenbarendes Eingehen auf die specielle Aufgabe, ein 88. Modificiren der vorhandenen Mittel nach Maassgabe dieser Aufgabe Aostock. die Leistung zu einem Kunstwerk adelt, so wird ein Portrait, welebes n der. Pt.n, mwit sicherem Bewusstsein von Ursache und Wirkung als die vor-
theilhafteste, dabei aber auch characteristischste Wiedergabe der
14 riemas 89 d, Züge des Originals erzielt worden ist, auf mehr oder weniger hohen 44 erSetat iaa künstlerischen Werth Anspruch erheben dürfen— solche Arbeiten
allein sind mit Kunst gefertigt und die sich von Tag zu Tag voll- endeter gestaltenden Producte deutscher Meisterateliers zeigen zur Genüge, wie sehr sie der Kunst, dem Streben nach höchster Er- scbeinungsschönheit, kurz, dem künstlerischen Ideale dienen.
Was ersieht der Kenner nicht mit einem einzigen Blick aus dem Portrait! Welche Fülle von Erfahrung und schnellen Entschlüssen musste in den wenigen Minuten in That umgesetzt werden, die dem Frage won, Photographen vom Eintritt der Aufnahme in das Atelier bis zum „Nie boch ah Beginn der Exposition vergönnt waren! Auch bei uns ist Segen
zehätet tas aller Mühe Preis und wohl noch Keiner hat es bereut, sich von der — wmn Süssen Macht gewohnter Bequemlichkeit losgerissen und einem ge- eanit wissenhaften, jeder einzelnen Aufnahme angepassten Arbeiten zuge- Runeein uh wendet zu haben. Ein Portrait zu machen ist leicht und schwer, Rens zner amn Jeder von uns weiss das längst. Ebenso aber weiss auch Jeder, don Krhmn dass die Fortschritte photographischer Leistungsfähigkeit so evidente
ad Nomeahia sind, dass die weitaus grösste Mehrheit der photographischen Ateliers
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gegedene kmanga von einem wachsenden künstlerischen Werth ihrer Erzeugnisse mit ich seinem ralamn berechtigtem Stolze sprechen kann. nchstem Wege ut än Ziffermässig auf Pfennig und Heller lässt sich allerdings ein
sten Produtte Ua derartiger Werth nicht normiren. Fragen wir uns aber: Welches d Sehwieriekei ni Portrait hat den höchsten künstlerischen Werth und durch welebe wi essen Aabeshe Eigenschaften sinkt derselbe, so werden wir naturgemäss antworten: Mehsten aene Sind alle berechtigten Ansprüche durch den Photographen erfüllt, dl o ist der künstlerische Werth seines Werkes nicht zu überbieten; fehlt aber nur das Geringste in der Handhabung einer der vielfachen 47 Manipulationen, die vom geschmackvollen und vortheilhaften Placiren der Aufnahme und ihrer Beleuchtung, von der Behandlung der Platte bis zum saubern Schnitt und Aufziehen der fertigen Bilder nötbig sSind, so fällt dieser Werth je mehr und mehr. lie Frage„ Nothwendigerweise ist zu einer gerechten Beurtheilung eines nsten n tennt portraits der directe Vergleich mit dem Original in möglichst gleichen 2. B. in beinme aͤussern Umständen wünschenswerth, denn wer sieht dem fertigen enden Präulasti Bilde die mehr oder minder grossen Schwierigkeiten bei der Auf- Siets wiri ie Ah nahme an, die die Intelligenz des Photographen siegreich überwunden Beiben nrun hat? Ein hübsches, rundes, geduldiges Mädchengesicht ist eine „ Aarstelleriseiei andere Aufgabe als ein scheublickendes, wackelköpfiges Ungeheuer;
a es Din der ist der Meister, der auch diesem gerecht wird, der das Unschöne
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hraehte Win zu veredeln, ins beste Licht zu setzen weiss..
and Nieueusp Oft wird ein Bild— ganz abgesehen von unverständiger Re- „e anannt vedäin touche, die dem Gesicht die letzten Züge raubt und es zur seelen- 1n Weru 3unh losen Kugel wölbt— nicht àhnlich erscheinen und dennoch den stäbduiabe höchsten künstlerischen Werth beanspruchen dürfen, nämlich dann, in Fersnnaih wenn es der Ueberredungskunst und Beobachtungsgabe des Auf-
anu nehmenden gelungen ist, die Züge der Aufnahme so zu beseelen,


