Jahrgang 
1889
Seite
203
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Erdaberbent

Nr. 25. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 203

die leuchtenden Nachtwolken eine Höhe von 75 km, also 10 Meilen, erreichen. Auf Veranlassung des Herrn Prof. Forster in Berlin wurden am Abend des 6. Juli 1887 von Herrn Dr. Stolze in Berlin und Herrn O. Jesse in Potsdam gleichzeitig photographische Aufnahmen von den leuchtenden Nachtwolken ausgeführt und aus den beiden Aufnahmen die Höhe photogrammetrisch zu 75 km bestimmt. Die Herren Dr. Ceraski und Belopalsky in Moskau ermittelten zu einer andern Zeit für die Höhe 66 km.

Die räthselhaft grosse Entfernung der leuchtenden Nachtwolken von der Erdoberfläche lässt es unzweifelhaft erscheinen, dass die- selben nicht wie die Cirruswolken aus Eisnädelchen, sondern aus einer anderen Materie bestehen. Ob die noch unbekannte Substanz nun tellurischen oder kosmischen Ursprungs ist, ob sie nun unserem Planeten oder dem Weltenraume entstammt, das sind Fragen, die sowobl die Meteorologen als auch die Astronomen lebhaft be- schäͤftigen müssen.

O. Jesse in Steglitz hat sich am eingehendsten mit der in Frage stehenden Erscheinung befasst. Er beobachtete die leuchtenden Nachtwolken zuerst am 23. und 24. Juni 1885 und hat seitdem dem Phänomen seine ganze Aufmerksamkeit zugewandt. Jesse(vergl. dessen oben citirte, mit Abbildungen versehene, interessante Ab- handlung) bringt die Erscheinung der leuchtenden Nachtwolken mit dem Ausbruche des Krakatoa in Verbindung. Nach ihm bestehen die Wolken aus zu Tröpfehen verdichteter schwefliger Säure, die ja ge- legentlich vulkanischer Eruptionen massenhaft dem Erdinnern ent- strömt und nach oben geschleudert wird. Die Thatsache, dass die Wolken erst zwei Jahre nach dem Ausbruche des Krakatoa sichtbar auftraten, glaubt J. durch die Annahme zu erklären, dass die, infolge der grossen Kälte, wie sie in hohen Luftschichten herrschen muss, verdichtete schweflige Säure erst längere Zeit brauchte, um sich zu grösseren Wolkenanbäufungen zu vereinigen. Ihr Licht erhalten die in Frage stehenden Wolken von der unter dem Horizonte stehenden Sonne, die, bei nicht zu tiefem Stande, die hohen Nachtwolken noch direet zu bestrahlen vermag. Aus diesem Grunde sind die Wolken auch nur im Dämmerungssegment sichtbar und verschwinden sofort, wenn sie in den Bereich des Erdsebattens des Nachthimmels gelangen.

Die Erscheinung der leuchtenden Nachtwolken hat seit der Zeit ihres ersten Auftretens(Juni 1885) nicht unbedeutend abgenommen. Es ist nicht unmöglich, dass das interessante Phänomen nur noch in diesem Jahre gut zu beobachten und zu studiren sein wird; nach dem in einigen Jahren mit ziemlicher Bestimmtheit zu erwarten- den gänzlichen Verschwinden aber können viele Jabre oder gar Jahrhunderte vergehen, ehe die gleiche Naturerscheinung wieder zu beobachten sein wird. Es ist daher im höchsten Grade wünschenswerth, dass man die diesjäbrige Periode des Auftretens der leuchtenden Nachtwolken benutzt, um dieselben nach jeder Richtung hin zu studiren. Es kann bier ein Jeder in dankenswerther Weise beitragen, sei es durch directe Beobachtung des Verlaufs der Erscheinung oder durch Anfertigung von Photographien, um an Hand der Negative den Verlauf des Phänomens verfolgen und studiren zu können.