Jahrgang 
1889
Seite
193
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Nr. 24. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 193

den unserer Meinung nach günstigsten Standpunkt gefunden, so stellen wir an demselben unsere Camera auf, nivelliren sorg- fältig und wählen das für die verlangte Grösse passendste Objectiv. Nun gehts ans Einstellen und da begegnen uns die ersten Schwierig- keiten, Infolge der anzuwendenden lichtschwachen Objective, sowie der in solchen Räumen herrschenden Dunkelheit sieht man rein gar nichts auf der Mattscheibe. Diesem Uebelstande bin ich dadurch be- gegnet, dass ich in einem grossen sehr hellen Raume mit den ver- schiedenen Instrumenten scharf einstellte und bei voller Oeffnung eine möglichst grosse und gleichmässig vertheilte Schärfe zu er- zielen suchte. Hatte ich diese erhalten, so machte ich mir an der betreffenden Stelle des Laufbretts je eine Marke für jedes Objectiv. Ich schiebe nun bei Interieuraufnahmen die Mattscheibe gleich auf die betr. Marke und bin sicher, nach Einschaltung der kleinen Blende ein von vorn bis hinten scharfes Bild zu erhalten. Selbstredend lässt sich diese Einstellungsart nicht bei Aufnahmen von Epithaphien etc. anwenden, sondern man muss dabei zuerst einstellen. Hat man nun alle diese Vorbereitungen genau getroffen, so kann die Exposition, falls keine besonderen Schwierigkeiten mit Fenstern etc. vorliegen, vor sich gehen. Da frägt es sich nun, wie lange sollen wir denn exponiren? Ja, meine Herren, jedenfalls viel länger, als die meisten von Ihnen sich denken. Sie werden staunen, wenn ich Ihnen sage, dass ich tagelang exponirt babe und dennoch zu kurz belichtete. Man nimmt gewöhnlich an, dass eine Trockenplatte mittlerer Empfindlichkeit 10 15 mal so schnell arbeite, wie eine nasse Platte. Als ich nun mein erstes Interieur, welches sehr dunkel war, aufnahm, da calculirte ich so: Die dir bekannte Aufnahme dieses Sujets ist auf einer nassen Platte ca. 3 Stunden exponirt und hätte wohl uoch eine Stunde vertragen können, um reif zu sein, wenn man die Platte länger hätte feucht erhalten können, also exponire ½ Stunde, das wird schon langen. Ja, beim Entwickeln kam aber fast garnichts zum Vorschein und es blieb mir nichts Anderes übrig, als einfach länger zu belichten. lch musste 5 Stunden exponiren, um eine einigermaassen reife Platte zu erhalten, und würde, wenn ich die Aufnahme nochmals machen müsste, mit Vergnügen noch 1 Stunde zugeben.

Die Erklärung für diese an und für sich erstaunliche Thatsache will ich Ihnen durch Folgendes zu geben versuchen:

Das Bromsilber besitzt im Gegensatz zum Jodsilber eine un- geheure Empfindlichkeit gegen helle Strahlen, ist aber gegen dunkle Strablen nicht viel empfindlicher, wie das Jodsilber. Infolgedessen müssen Sie bei dunklen Interieurs und dunkel sind sie fast alle gerade so lange exponiren, wie mit einer nassen Platte, nur hat man den Vortheil, dass die Platte nicht durch Hintrocknen verdirbt und dass man infolgedessen heutzutage auch solche Innenaufnahmen an- fertigen kann, welche früher wegen der zu langen erforderlichen Expositionszeit nicht ausführbar waren. Als Beispiel für diese An- nahme möchte ich Ihnen eine Portraitaufnahme nennen: heller Teint, blondes Haar und dunkle Kleidung. Sie werden finden, dass die- jenigen Theile des Modells, welche die helleren Strahlen absorbiren, also der helle Kopf, gegenüber denjenigen, welche die dunklen

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