Jahrgang 
1889
Seite
189
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in seinen Mussestunden das Vergnügen, sämmtliche Gardinen zuzu-

heaa 1 Nr. 23. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 189 ‧‧ſͤſͤ

euileeſäae speciell geeignetes Licht erfordert. Der geschickte Operateur hat aplie ann a es so in seiner Gewalt, übermässig dicke Köpfe normaler erscheinen tte en ete.uhi zu lassen, hagere voller. Besonders für diese letzteren gilt es, eine Ral Sar nieitan Anwendung von weiter hinten herkommenden Lichter möglichst aus- he eTSte Nag zuschliessen, weil dadurch gerade das Gegentheil erzielt wird. Peetivdeehgf Robinson hat ganz recht, wenn er von solchen Bildern sagt, sie er- aehten diese e wecken den Eindruck vomGehenktsein. Man mache sich doch

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ziehen, postire irgend ein Modell; alsdann ziehe man eine Gardine nach der andern auf und beachte die sich zeigenden Effecte, mache auch vielleicht einige Aufnahmen und versuche das, was man sieht, auf der Platte wiederzugeben. Durch solche Studien kommt man dabinter, was sich schön photographirt, denn es handelt sich darum, zu wissen, was sich schön und malerisch wiedergiebt. Man wird die Entdeckung machen, dass die Contraste zwischen Licht und Schatten dem Auge weicher erscheinen müssen, wenn sie malerisch kräftig kommen sollen; wollte man das, was dem Auge direct malerisch erscheint, wiedergeben, so würde meistens Härte das Re- sultat sein, die bestimmte Form der Liehter und Schlagschatten ist aber in beiden Fällen dieselbe. Der optische und chemische Unter- schied ist aber keineswegs in allen Ateliers gleich, dies ist ein Hauptgrund, weshalb man sich in jedem Atelier erst einarbeiten muss, um Vollendetes zu leisten. Ein je künstlerisch geschulteres Auge der Operateur besitzt, um so schneller wird ihm dies gelingen, denn die Principien des Einflusses des Lichtes sind stets dieselben und meistens sind es nur die Construction und die Lage des Ateliers, welche Ursache gewisser Eigenheiten und der Verschiedenheit der Lichtwirkung sind.Wohl dem Photographen, welcher seinem Atelier die Sonne gänzlich fern zu halten vermag vorausgesetzt, dass man nicht, wie s. Z. zum ersten Male die Herren Löscher& Petsch. wenn ich nicht irre, einen besonderen Effect erzielen will sie kann sonst der Grund zu den wunderlichsten Erscheinungen, die Ursache der lästigsten Reflexe werden. Schon ein ungestrichener Fussboden, verblichene Gardinen, glänzende Gegenstände, besonders wenn sie sich an einer stark beleuchteten Stelle des Ateliers befin- den, können die Reinheit und Ruhe der Beleuchtung unendlich schädigen. Was für einen schädlichen Einfluss das Einfallen frem- den Lichtes ins Objectiv ausübt, wissen wohl Alle; von einer Ver-

dchen äin khinderung dieses hängt bekanntlich die Klarheit der Bilder wesent- Auf ſei in lich ab, besonders gilt dieses bei Anwendung der Portraitköpfe selhst die mn älterer Construction mit getrennter Hinterlinse. sind zu Nisst Die Beleuchtung mag noch so schön sein, sie wird nicht wirken, Valkstypeu ur wenn der Hintergrund nicht dazu stimmt. Betrachten wir wieder Neister der Phettgn die Malereien, sie sind dafür die denkbar besten Lehrmeister; man wtllehes kue sehe, wie sich die Contour ringsum abhebt, man vergleiche die ver- wlehe mm n schiedenen Helligkeitsgrade mit denen des Kopfes, der Kleidung etc., wobei man finden wird, dass auch der Hintergrund die verschie- esel Wih densten Nüancirungen von Licht und Schatten aufweist. Ein gar zu e Sben, den dunkler Grund, welchem eine Vertonung fehlt, wirkt schwer; diesem 1928 Kopfstlunn- entgegen wirkt ein nicht vertönter heller Grund hart, kalt und flach, enbien auc eine feine Abstufung verleiht dem Bilde Körper und Wärme. Jeder,

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