Jahrgang 
1889
Seite
174
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174 Nr. 91.

Deutsche Photographen-Zeitung 1889. licher Vortheil dieser neuen Lampen ist noch der, dass bei beiden der Brenner verschlossen werden kann und sie somit, weun sie mit Spiritus gefüllt sind, jederzeit auch wieder gleich angezündet werden können. Die früheren Lampen hatten den Uebelstand, dass der Spiritus im Fig. 3.

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oberen Theile des Dochts verdunstete und dadurch das Wiederanzünden sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Die Lampe Fig. 2 wird, nachdem

man den Trichter b durch Umdrehen aus dem Brenner c entfernt hat A mittels des anzuschraubenden Deckels d zugedeckt. Bei e ist eine

Füllöffnung, welche nach dem Spirituseingiessen durch den Propfen verschlossen wird. Die Verbrennung geschieht hier wie gewöhnlich durch einen einfachen Docht. Bei etwaigem Umfallen der Lampe kann nicht so leicht Spiritus binauslaufen; ganz unmöglich ist ½ dieses jedoch bei der Lampe Fig. 3. Hier ist das ganze Bassin mit einem Schwamm gefüllt und oben mit einem feinen Sieb d ge-

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schlossen. Giesst man jetzt Spiritus auf dieses Sieb d, so saugt 4 sich der Schwamm voll, wird jedoch beim Umfallen der Lampe keinen Spiritus ausfliessen lassen und somit auch eine Brenn- gefahr nicht so leicht haben. Nach der Füllung wird ein Ring f

aufgeklappt, wobei die innere Oeffnung dieses Ringes den brennen- den Theil der Flamme giebt. Um die Flamme zu verstärken und einen Luftzug zu erzielen, wird der kleine Schorustein e auf- geklappt, welcher an der Seite einen Aussechnitt hat, gross genug, um den Trichter b mit dem Magnesiumpulver hindurch gehen zu lassen. Falls die Lampe ganz ausgelöscht werden soll, hat man nur die 13 Klappe e zu schliessen, wodurch die Flamme sofort erlischt. Wir glauben, dass diese Verbesserung der schon soweit verbreiteten Schirm- schen Lampe überall neue Freunde gewinnen wird.

Ueber orthochromatische Platten, ihre Anfertigung und Verwendung.

5 Von Ed. V. Boissonnas, Genf. (Uebers. aus Bulletin de l'Association Belge de Photographie, Novembre 1888.)

(Schluss.) Man flltrit gut und giesst in später besprochenen Mischungs- verhältnissen in der folgenden Weise auf Glas: Die Glasplatte lässt man 12 Stunden in Salpetersäure liegen, 8 wäscht sie sorgfältig in fliessendem Wasser und trocknet endlich mit

latte.

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